Wetter in BW: „Zoltan“ sorgt für Schäden – Sturm deckt Dach der Feuerwehr ab
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bis Sonntag vor schweren Windböen und Orkan. Grund dafür ist Sturmtief „Zoltan“, das in Baden-Württemberg in der Nacht auf Freitag für erste Schäden gesorgt hat.
Sturm deckt Dach in Plüderhausen ab
Durch den starken Wind ist in Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis) ein etwa fünf mal sechs Meter großes Dachstück aus Kupferblech von einem Gebäude der Feuerwehr gerissen worden. Die Feuerwehr habe das Dachstück mit einem Kran geborgen, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Die betroffene Stelle an dem Haus sei wieder abgedeckt worden. Verletzt habe sich bei dem Vorfall niemand. Die Einsatzmaßnahmen liefen laut Polizei von Donnerstagabend bis in die Nacht.
Polizei und Feuerwehr im Raum Heilbronn im Dauereinsatz
Im Raum Heilbronn haben starke Sturmböen und Dauerregen für zahlreiche Polizei- und Feuerwehreinsätze gesorgt. Die Polizei berichtete von 87 Einsätzen wegen Sturmschäden bis zum Freitagmorgen. Bäume seien umgestürzt, Äste abgebrochen und auf Straßen und Autos geweht. Verletzt habe sich dabei niemand. Wie hoch der Schaden war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.
Fußgängerin stolpert über umgewehten Bauzaun
Ein Polizeirundruf am Freitagmorgen ergab, dass der Sturm allem Anschein nach keine größeren Einsätze oder Schäden verursacht hat. Das Polizeipräsidium Aalen meldete auf der A6 auf der Kochertalbrücke und in Rosenberg im Ostalbkreis Unfälle wegen umgestürzter Bäume bzw. Gegenständen auf der Fahrbahn. In allen Fällen blieb es aber bei Sachschäden. In Schwäbisch Gmünd meldet die Polizei einen Stromausfall wegen eines Sturmschadens. Mittlerweile laufe die Stromversorgung aber schon wieder, so ein Polizeisprecher. Insgesamt seien in der vergangenen Nacht mehrere Meldungen wegen umgestürzter Bäume oder umherfliegenden Gegenständen eingegangen.
Das Polizeipräsidium Reutlingen vermeldete sturmbedingt rund 15 Einsätze vergangene Nacht, allerdings sei alles glimpflich ausgegangen. Gegen 22:30 Uhr sei in Esslingen eine Fußgängerin gestürzt, sie war wohl über einen vom Wind umgeblasenen Bauzaun auf dem Marktplatz gestolpert. Dabei habe sie sich leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.
In Ulm meldeten sowohl Polizei als auch Feuerwehr keine sturmbedingten Einsätze. „Die Kollegen konnten tatsächlich sogar durchschlafen“, berichtete ein Feuerwehrsprecher am Morgen.
Probleme im Bahnverkehr durch Sturm „Zoltan“
Große Probleme bereitet das Sturmtief „Zoltan“ auch der Deutschen Bahn. Bereits am Donnerstag fielen zahlreiche Verbindungen im Regional- und Fernverkehr aus. Grund dafür sind vor allem Schäden entlang der Zugstrecken - etwa für umgestürzte Bäume. „Teilweise können Beschädigungen erst bei Tageslicht abschließend beurteilt werden“, teilte ein Bahn-Sprecher mit. So fallen am Freitag unter anderem Fernverkehrszüge zwischen Hamburg/Hannover, Kassel und Frankfurt/Stuttgart/Basel sowie Würzburg und München aus. Zwischen Berlin/Leipzig/Erfurt und Frankfurt komme es zu Verspätungen und vereinzelten Ausfällen.



