Nach den Gaspreisen erhöht die EnBW auch die Preise für Wärmestrom deutlich. Nach Angaben des Energieversorgers vom Mittwoch (09.11.2022) steigen die Tarife für Elektrospeicherheizungen oder Wärmepumpen zum 1. Januar 2023 im Mittel um 63,4 Prozent. Wärmestromtarife außerhalb der Grundversorgung ändern sich demnach in ähnlicher Höhe. Die EnBW begründete die Erhöhung mit deutlich gestiegenen Beschaffungskosten. Die Preise für Fernwärme wurden aktuell nicht erhöht.

So teuer wird es für Kunden nach der EnBW-Preiserhöhung

Bei Elektrospeicherheizungen ohne getrennte Messung mit einem typischen Verbrauch von 6300 Kilowattstunden im Jahr müssen Kunden nach Berechnung der EnBW mit zusätzlichen Kosten von rund 66 Euro im Monat rechnen. Für einen Haushalt mit Wärmepumpe und einem Jahresverbrauch von 6500 Kilowattstunden steigen die monatlichen Kosten demnach ebenfalls um rund 66 Euro.

EnBW will fast ein Drittel mehr Geld für Gas

Wie EnBW erst vor einem Monat bekannt gab, steigen die Gaspreise zum 1. Dezember auch in der Grundversorgung – im Schnitt um 38 Prozent. Nach wie vor seien die Kosten, für die EnBW Gas beschafft, infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sehr hoch, erklärte der Versorger im Oktober. Der bisherige Durchschnittspreis an den Großhandelsmärkten für das laufende Jahr habe sich verfünffacht, zeitweise gar verzehnfacht. Auch nach der Preiserhöhung liege der Gaspreis bei der EnBW allerdings weiterhin unter dem Marktdurchschnitt. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden muss einer Musterrechnung zufolge mit Zusatzkosten von rund 64 Euro brutto im Monat rechnen.