VW: Unentschuldigt gefehlt – 500 Entlassungen

Mitarbeiter arbeiten im VW Stammwerk im Karosseriebau an Neuwagen Volkswagen Tayron und Tiguan. An deutschen Standorten gab es viele Entlassungen wegen Regelverstößen.
Julian Stratenschulte/dpa- VW entließ 2025 weltweit 548 Beschäftigte wegen Regelverstößen, darunter unentschuldigtes Fehlen.
- Allein an sechs deutschen Standorten gab es über 300 Kündigungen bei der Kernmarke VW.
- Fehlzeiten kosten VW jährlich rund eine Milliarde Euro – Regelverstöße werden strenger geahndet.
- Maßnahmen wie Abmahnungen und Kündigungen wurden nach der Dieselaffäre eingeführt.
- Bis 2030 plant VW sozialverträglichen Stellenabbau von über 35.000 Beschäftigten in Deutschland.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der VW-Konzern hat in diesem Jahr schon mehr als 500 Beschäftigte wegen Fehlverhaltens entlassen. Es gehe dabei unter anderem um unentschuldigtes Fehlen, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der „Bild“.
Mit Verweis auf eine interne Veröffentlichung hatte die Zeitung berichtet, dass im ersten Halbjahr 2025 weltweit 548 Beschäftigten wegen Regelverstößen gekündigt worden sei. Das entspricht in etwa der Gesamtzahl im Vorjahr – die Zahl der Entlassungen steigt also stark. Bei der Kernmarke VW soll es demnach 2025 bereits mehr als 300 Kündigungen an den sechs deutschen Standorten Wolfsburg, Braunschweig, Emden, Hannover, Salzgitter und Kassel gegeben haben.
Kosten von einer Milliarde
Interne Statistik-Infos über Abmahnungen und Kündigungen gehören zu den Maßnahmen, die bei VW als Folge aus der Dieselaffäre eingeführt wurden. Fehlzeiten verursachen bei der Volkswagen AG jährlich Kosten von einer Milliarde Euro. Im Intranet schärfte VW laut „Bild“ der Belegschaft ein: Im Wiederholungsfall könne unentschuldigtes Fehlen zur fristlosen Entlassung führen.
Im ersten Halbjahr ging das operative Ergebnis bei VW um ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Bis 2030 sollen mehr als 35.000 Beschäftigte hierzulande sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen abgebaut werden.
