Volkswagen
: Betriebsrat: Aus für VW-Werke und bis zu 18 Prozent weniger Gehalt

Seit Wochen ringen VW und Betriebsrat um mögliche Werkschließungen und Entlassungen. Jetzt liegen laut Betriebsrat konkrete Pläne auf dem Tisch.
Von
dpa
Wolfsburg
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Volkswagen: ARCHIV - 07.09.2023, Niedersachsen, Wolfsburg: Das VW-Logo steht auf dem Markenhochhaus im Volkswagen Stammwerk. (zu dpa: «VW will Bericht über Lohnkürzungen nicht kommentieren») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Volkswagen: ARCHIV - 07.09.2023, Niedersachsen, Wolfsburg: Das VW-Logo steht auf dem Markenhochhaus im Volkswagen Stammwerk. (zu dpa: «VW will Bericht über Lohnkürzungen nicht kommentieren») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Julian Stratenschulte/dpa
  • VW will in Deutschland mindestens drei Werke schließen und zehntausende Jobs abbauen.
  • Betriebsratschefin Daniela Cavallo informierte über konkrete Pläne bei einer Veranstaltung.
  • Einsparungen von vier Milliarden Euro und Lohnkürzungen um zehn Prozent sind im Gespräch.
  • Tarifverträge wurden gekündigt, neue Verhandlungen laufen, Einigung unwahrscheinlich.
  • Gesamtbetriebsrat informiert Belegschaft über Krisengespräche mit der Geschäftsführung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Volkswagen will nach Angaben des Betriebsrats in Deutschland mindestens drei Werke schließen und zehntausende Arbeitsplätze abbauen. Über diese Pläne habe der Konzern die Arbeitnehmerseite informiert, sagte Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo bei einer Informationsveranstaltung in Wolfsburg.

Als besonders gefährdet gilt laut Betriebsrat das Werk in Osnabrück, das kürzlich einen erhofften Folgeauftrag von Porsche verloren hatte. Zudem plane der Vorstand betriebsbedingte Kündigungen, sagte Cavallo. Laut Betriebsrat droht der Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen. Ganze Abteilungen sollten geschlossen oder ins Ausland verlagert werden.

Betriebsrat: Kein Werk ist sicher

„Alle deutschen VW-Werke sind von diesen Plänen betroffen. Keines ist sicher!“, sagte Cavallo. Nähere Angaben macht sie nicht. VW beschäftigt in Deutschland rund 120.000 Mitarbeiter, davon rund die Hälfte in Wolfsburg. Insgesamt betreibt die Marke VW in Deutschland zehn Werke, davon sechs in Niedersachsen, drei in Sachsen und eins in Hessen.

Volkswagen steckt in der Krise. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ vom Sonntag wird eine Liste von Maßnahmen diskutiert, mit denen Einsparungen von vier Milliarden Euro bei der Kernmarke VW erzielt werden könnten. Zur Debatte stehen demnach etwa ein pauschale Lohnkürzung um zehn Prozent und Nullrunden für die Jahre 2025 und 2026.

Tarifverträge gekündigt

Der Konzern hatte im September eine Reihe von Tarifverträgen, darunter Regelungen zur Beschäftigungssicherung, zur Übernahmegarantie für Auszubildende und den Arbeitsbedingungen für Zeitarbeiter, gekündigt. Die Tarifverhandlungen wurden daraufhin vorgezogen, am Mittwoch beginnt die zweite Runde. Eine Einigung gilt als unwahrscheinlich.