Verteidigung
: 100-Millionen-Auftrag für Hensoldt

Rüstungskonzern mit größtem Werk in Ulm verkauft Radare zum Schutz Europas – „großer Nachholbedarf“ bei Luftverteidigung.
Von
Thomas Veitinger
Ulm
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Wird jetzt in großer Stückzahl produziert: Das Hochleistungs-Radar TRML-4D.⇥

Ulm: Bundeskanzler Scholz besucht HENSOLDT Ulm

Wird in großer Stückzahl produziert: Das Hochleistungs-Radar TRML-4D.

Matthias Kessler
  • Hensoldt erhält Radaraufrag von Diehl Defence über mehr als 100 Mio. Euro.
  • TRML-4D soll in der „European Sky Shield Initiative“ eingesetzt werden.
  • Erfassung von Marschflugkörpern, Raketen, Drohnen und Flugzeugen möglich.
  • „Enormer Nachholbedarf“ bei europäischer Luftverteidigung, so Hensoldt.
  • Bereits 150 Radare für „European Sky Shield Initiative“ geliefert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hensoldt verkauft weitere Radaranlagen zur Luftverteidigung. Damit lassen sich Marschflugkörper, Raketen, Drohnen und Flugzeuge erfassen, verfolgen und klassifizieren. Dies teilt der Verteidigungsspezialist mit, dessen größtes Werk in Ulm steht. Der Auftrag von Diehl Defence umfasst einen Wert von mehr als 100 Millionen Euro.

Das Luftverteidigungsradar TRML-4D soll in der „European Sky Shield Initiative“ eingesetzt werden. Diese wurde 2022 von Deutschland kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gestartet. Ziel ist es, Europa besser vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen.

Enormer Nachholbedarf

„Der Nachholbedarf in der europäischen Luftverteidigung ist enorm und die Bedrohungen durch Luftangriffe sind komplexer und variantenreicher als noch vor einigen Jahren“, sagt Markus Rothmaier, Leiter Naval & Ground Radars bei Hensoldt laut einer Mitteilung. Software ermögliche es, Fähigkeiten zu verknüpfen und zu steigern und Entwicklungszyklen zu verkürzen.

Hensoldt mit Sitz in Taufkirchen bei München und seinem größten Werk in Ulm bietet neben dem TRML-4D auch das Kurzstreckenradar Spexer, das Passivradar Twinvis und Radare zur Sicherung des Schiffs- und Luftverkehrs an. Für die „European Sky Shield Initiative“ wurden bereits 150 Radare geliefert, teilte Hensoldt mit.

2024 erzielte Hensoldt einen Umsatz von 2,24 Milliarden Euro. Nach der Übernahme der ESG-Gruppe beschäftigt das Unternehmen circa 9000 Mitarbeiter. Davon sind rund 3000 am Standort in Ulm beschäftigt, wo unter anderem auch das TRML-4D produziert wird. Ein großer Teil der Mitarbeiter in Ulm sind Ingenieure, vor allem aus den Bereichen Nachrichtentechnik und Elektrotechnik.