Twitter
: Musk ändert bei Twitter seine Meinung – schon wieder

Rein in die Pantoffeln, raus aus den Pantoffeln: Weil es zu viele Fake-Konten gebe, will der reichste Mann der Welt nun doch nichts von einer Übernahme wissen. Warum eigentlich?
Von
dpa
San Francisco
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Twitter und Elon Musk haben eine Milliarde Dollar Strafe verabredet, falls es zu keiner Übernahme kommen sollte.

Linonel Bonaventure/afp

Die turbulente Twitter-Übernahme durch Elon Musk hat die Chaos-Stufe erreicht: Der Tech-Milliardär tritt vom Kauf zurück, doch die Firma will den Deal vor Gericht durchboxen. Die Plattform steuert damit auf Monate der Ungewissheit zu. Denn auch wenn Experten die Firma im Rechtsstreit in einer besseren Position sehen, bleibt unklar, ob man den reichsten Menschen der Welt zu einer Übernahme zwingen möchte, die er nicht will. In jedem Fall hinterlässt das zermürbende Hickhack um den Deal deutliche Spuren bei dem Kurznachrichtendienst.

Aktie sackt ab

Musks Anwälte begründeten den Rückzieher mit angeblich unzureichenden Informationen zur Zahl der Fake-Accounts bei dem Kurznachrichtendienst. Twitter konterte, man halte daran fest, den Verkauf zum vereinbarten Preis abzuschließen und plane, dafür vor Gericht zu gehen. Die Twitter-Aktie sackte rund fünf Prozent ab.

Überraschend kommt Musks Kehrtwende nicht: Er hatte schon seit Wochen die Twitter-Zahlen öffentlich angezweifelt. Das wurde von Beobachtern bereits als Versuch interpretiert, zumindest den Preis zu drücken. Zu seinem Gebot wäre der Deal mehr als 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) schwer, während Twitter an der Börse zuletzt rund 28 Milliarden Dollar wert war. Beobachter hatten spekuliert, dass Musk nicht mehr gewillt war, an dem ursprünglichen Angebot festzuhalten.