Trotz Spritpreisbremse: 2,327 Euro – Dieselpreis steigt auf Allzeithoch

Auch Superbenzin E10 verteuerte sich am ersten Tag des Inkrafttretens der neuen Regeln weiter.
Philip Dulian/dpa- Diesel erreicht neuen Rekord: 2,327 Euro je Liter im Tagesdurchschnitt laut ADAC.
- Auch E10 teurer: 2,129 Euro je Liter – ein neuer Jahreshöchststand.
- Neue Regel gilt seit Mittwoch: Preiserhöhungen nur einmal täglich um 12 Uhr, Senkungen jederzeit.
- ADAC kritisiert Anhebungen, da Rohölpreis zwischen 31. März und 1. April gefallen sei.
- Bundeskartellamt soll nach ADAC-Einschätzung Mineralölkonzerne zur Mäßigung bewegen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trotz Maßnahmenpakets der Bundesregierung gegen den Anstieg der Spritpreise ist der Dieselpreis in Deutschland so hoch wie nie zuvor. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter am Mittwoch (01.04.2026) 2,327 Euro und übertraf damit den alten Rekord aus dem März 2022 um 0,6 Cent, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Die Zahl ist nicht inflationsbereinigt.
Auch Superbenzin E10 verteuerte sich am ersten Tag des Inkrafttretens der neuen Regeln weiter: Der bundesweite Durchschnittspreis lag laut ADAC bei 2,129 Euro je Liter, ein neuer Jahreshöchststand.
Neue Preisrunde am Mittag
Für die Bundesregierung ist das ein unglückliches Zusammentreffen von Preisrekord und neuer Vorschrift, denn am Mittwoch waren die von der Politik im Eilverfahren beschlossenen Regeln in Kraft getreten: Nun dürfen die Spritpreise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden.
Am Donnerstagmittag sprangen die Preise dann laut ADAC bundesweit ein weiteres Mal in die Höhe: Von durchschnittlich 2,297 Euro pro Liter Diesel um 11.45 Uhr auf 2,415 Euro um 12.15 Uhr. Super E10 verteuerte sich innerhalb dieser halben Stunde laut ADAC von 2,10 auf 2,198 Euro. Dies sind nicht Tagesdurchschnitte, sondern die Höchstwerte. Preisspitzen gab es auch vor Inkrafttreten der neuen Regel, aber nicht mittags, sondern während der morgendlichen Rush Hour.
Erhöhung nur noch einmal täglich
Am Mittwoch waren auch die von der Berliner Koalition im Eilverfahren beschlossenen neuen Vorschriften in Kraft getreten: Nun dürfen die Spritpreise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden. Preissenkungen sind jederzeit erlaubt.
Vorbild der Regel ist Österreich. Die Spritpreise sind infolge des Irankriegs in den vergangenen Wochen weltweit gestiegen.
Der ADAC kritisierte die Preiserhöhungen des Mittwochs als unangemessen, da der Rohölpreis zwischen 31. März und dem 1. April gesunken sei. „Die Sorge des ADAC scheint sich zu bestätigen, dass Mineralölkonzerne im Zweifel einen Risikoaufschlag machen, weil sie Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen können“, sagte ein Preisexperte des Autoclubs in München.
Die Neuregelung reduziere das hohe Preisniveau offenbar eher nicht. „Nach Überzeugung des ADAC ist es nun Aufgabe des Bundeskartellamtes, Mineralölkonzerne zur Mäßigung zu bewegen.“
