Tarifkonflikt: Flächendeckende Warnstreiks bei VW am Montag beginnen um 9.30 Uhr

Beschäftigte von Volkswagen bekunden vor dem Werk in Zwickau zum Ende der Friedenspflicht ihre Streikbereitschaft. Die sogenannte Friedenspflicht, in der keine Streiks erlaubt sind, läuft bei Volkswagen am Samstag um Mitternacht aus. Ab dem 1. Dezember sind in dem laufenden Tarifstreit auch Arbeitsniederlegungen möglich. Die IG Metall hat angekündigt, ab Anfang Dezember zu Warnstreiks aufzurufen, bisher aber keine konkreten Termine genannt.
Hendrik Schmidt/dpa- IG Metall ruft für Montag zu Warnstreiks bei VW auf, alle Werke betroffen.
- Friedenspflicht endet Samstag um Mitternacht.
- Konflikt betrifft 120.000 VW-Mitarbeiter, VW fordert 10% Lohnkürzung.
- Mögliche Werkschließungen und Kündigungen im Raum.
- Nächste Tarifrunde am 9. Dezember geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die IG Metall ruft für diesen Montag zu flächendeckenden Warnstreiks bei Volkswagen auf. „Am Montag werden in allen Werken Warnstreiks beginnen“, kündigte Niedersachsens IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger an. Beginnen soll der Ausstand um 9.30 Uhr in Zwickau, ab 10 Uhr folgen Wolfsburg und weitere Standorte.
Die Friedenspflicht, in der Streiks nicht erlaubt sind, war um Mitternacht ausgelaufen. Die IG Metall hat bereits angekündigt, ab Anfang Dezember zu zeitweisen Arbeitsniederlegungen an allen Standorten aufzurufen, bisher aber keine konkreten Termine genannt.
VW drohen Werkschließungen und Kündigungen
In dem Konflikt geht es um die Bezahlung der rund 120.000 Beschäftigten in den Werken der Volkswagen AG, wo ein eigener Haustarif gilt. VW lehnt bisher jede Erhöhung ab und fordert wegen der schwierigen Lage des Konzerns stattdessen zehn Prozent Lohnkürzung. Auch Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen stehen im Raum. Am 9. Dezember treffen sich beide Seiten zu ihrer nächsten Tarifrunde.
Warnstreiks an einzelnen Standorten hatte es bei VW zuletzt in der Haustarifrunde 2021 gegeben. Flächendeckende Aktionen an allen sechs großen Werken in Westdeutschland gab es zuletzt 2018. Nach Angaben der IG Metall beteiligten sich damals mehr als 50.000 Beschäftigte.
