Tarifverhandlungen: Bei McDonald's, Burger King und Nordsee wird bald gestreikt

Es soll laut Gewerkschaft bald laut werden: Noch in der Adventszeit drohen Warnstreiks bei großen Fastfood-Ketten.
Peter Kneffel/dpa- Warnstreiks bei McDonald's, Burger King und Nordsee angekündigt, Verhandlungen gescheitert.
- Gewerkschaft NGG fordert 15 Euro Einstiegslohn und 500 Euro Erhöhung ab Tarifgruppe 2.
- Arbeitgeber boten 14,1% Lohnerhöhung über verkürzte Laufzeit, wurde abgelehnt.
- Frust bei Beschäftigten groß, Proteste und Personalmangel verschärfen sich.
- BdS fordert Rückkehr an Verhandlungstisch, evtl. Schlichtungsverfahren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem die vierte Runde schon am ersten Verhandlungstag gescheitert ist, hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Verhandlungen abgebrochen und Warnstreiks während der Adventszeit angekündigt. In der Systemgastromonie, die Fastfood-Ketten wie McDonald's, Burger King, Nordsee und KFC und ECP/Areas umfasst, arbeiten bundesweit rund 120.000 Beschäftigte. ECP/Areas betreibt die Gastromonie in Center Parcs.
Vertreter der NGG sprechen in einer Mitteilung von einer Blockadehaltung der Arbeitgeber. „Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) hat heute sein ursprüngliches Magerangebot, das bei rund 13 EUR pro Stunde in den unteren drei Tarifgruppen lag, um ganze 5 Cent erhöht. Zudem wurde uns eine inakzeptable Laufzeit von 42 Monaten und eine erste Erhöhung ab 1. Januar 2025 vorgelegt“, erklärt Mark Baumeister, Verhandlungsführer der NGG.
Die Folge seien bundesweite Ausstände noch in der Adventszeit. „Wir sind enttäuscht, entsprechend laut werden unsere nächsten Aktionen ausfallen“, so Baumeister. Der Frust bei den Beschäftigten sei groß, es brodele an allen Ecken in den Betrieben. Schon in den vergangenen Monaten sei es immer wieder zu Protesten gekommen. Er kritisiert die „mangelnde Weitsicht auf Arbeitgeberseite“: Wenn diese sich weiterhin so wenig wertschätzend gegenüber den Beschäftigten verhielten, würden sie das akute Problem des Personalmangels noch verschlimmern und künftig noch weniger Menschen finden, die bereit seien unter den bestehenden Bedingungen zu arbeiten oder eine Ausbildung zu beginnen, sagt er.
15 Euro pro Stunde Einstiegslohn
Die Forderungen der NGG umfassen unter anderem 15 Euro Stundenlohn zum Einstieg, 500 Euro mehr im Monat für alle Beschäftigten ab Tarifgruppe 2 und 500 Euro Einmalzahlung für alle NGG-Mitglieder. Auch die Vergütung für die Ausbildung soll steigen.
Auch der BdS äußert sich zum Verhandlungsverlauf. Hauptgeschäftsführer Markus Suchert erklärt, man sei der NGG ein gutes Stück entgegengekommen. „Wir haben ein deutlich verbessertes Angebot mit 14,1 Prozent Lohnerhöhung über eine verkürzte Laufzeit vorgelegt. Trotz der wirtschaftlich höchst angespannten Lage wurde eine durchschnittliche Lohnsteigerung pro Jahr von über 4 Prozent angeboten“. Aber das Angebot sei zurückgewiesen worden, die Gewerkschaft habe kein Entgegenkommen gezeigt und auch kein weiteres eigenes Angebot vorgelegt. „Der BdS fordert die Gewerkschaft auf, jetzt zurück an den Verhandlungstisch zu kommen, gegebenenfalls auch mit einem Schlichtungsverfahren“, sagt Suchert.

