Postbanken in Baden-Württemberg: Verdi ruft Beschäftigte zu Warnstreiks auf

Verdi ruft Beschäftigte der Postbanken zu Warnstreik auf.
Federico Gambarini/dpaZehn Tage nach Beginn der Tarifverhandlungen bei der Postbank beginnt die Gewerkschaft Verdi mit ersten Warnstreiks. Wann und wo streiken jetzt die Mitarbeiter der Postbanken in Baden-Württemberg?
Postbanken in BW: Wann streiken die Beschäftigten?
Die bundesweiten Aktionen sollen am Freitag zunächst in Hamburg starten und in den darauffolgenden Tagen auf andere Bundesländer ausgeweitet werden, wie Verdi am Donnerstag ankündigte. Sowohl Filialen als auch kundenferne Bereiche sollen betroffen sein.
In Baden-Württemberg beginnen die Warnstreiks am Montag, den 19.02.2024. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen den ganzen Tag ihre Arbeit niederlegen.
Postbanken: Wo streiken in BW die Mitarbeiter?
Der Streikaufruf von Verdi gilt bundesweit. In Baden-Württemberg soll zunächst Stuttgart den Anfang machen. In der Postbank Klassik arbeiten nach Gewerkschaftsangaben rund 200 Beschäftigte.
Sind Postbanken in BW jetzt geschlossen?
Deutschlandweit sind sowohl Filialen als auch kundenferne Bereiche sollen betroffen sein.
In Baden-Württemberg sind nach Gewerkschaftsangaben bislang nur Mitarbeiter in kundenfernen Bereichen zum Streik aufgerufen. In der Postbankfilialen, in denen auch Dienstleistungen der Post für die Kunden erbracht werden, gibt es in Baden-Württemberg rund 600 Beschäftigte an 80 Standorten.
Warum wird überhaupt gestreikt?
Verdi fordert für etwa 12 000 Beschäftigte im Deutsche-Bank-Konzern mit einem Postbank-Tarifvertrag 15,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch eine Anhebung der Gehälter um 600 Euro. Der Deutsche Bankangestellten-Verband will 14,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten von Postbank, Postbank Filialbetrieb, PCC Services und BCB erstreiten. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 26. Februar in Frankfurt verabredet.
Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck sagte, die gerade erst veröffentlichten Geschäftszahlen der Bank zeigten: Die finanziellen Spielräume für gute Tariferhöhungen seien da. „Sie müssen jetzt für einen Ausgleich der Reallohnverluste der letzten Jahre genutzt werden. Schließlich gehören die Beschäftigten der Postbank nicht zu den Spitzenverdienern in der Branche.“
(mit Material von dpa)