Streik bei Ikea, Metro, Kaufland
: Einzelhandel in Baden-Württemberg legt Arbeit nieder

Wegen stockender Tarifverhandlungen im Einzelhandel hat die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeitenden zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Welche Geschäfte wo heute geschlossen bleiben.
Von
Amelie Schröer
Stuttgart
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Warnstreik im Einzelhandel: ARCHIV - 27.10.2023, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Mitarbeiter des Einzelhandels protestieren bei einer Streikkundgebung der Gewerkschaft Verdi für höhere Gehälter. Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind Beschäftigte in Rewe- und Penny-Märkten in Schwerin und Boizenburg, bei den Kaufland-Märkten in Schwerin und Gägelow, bei H&M Schwerin und Wismar sowie bei Aldi Nord. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 01.11.2023 angesetzt. Die ersten drei Verhandlungsrunden sind aus Sicht der Gewerkschaft ergebnislos verlaufen. (zu dpa: «Warnstreiks im Einzel-, Groß- und Außenhandel im Norden gehen weiter») Foto: Jens Büttner/ZB-REGIO/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Warnstreik im Einzelhandel: Mitarbeiter des Einzelhandels protestieren bei einer Streikkundgebung der Gewerkschaft Verdi für höhere Gehälter.

Jens Büttner/ZB-REGIO/dpa

In zahlreichen Regionen in Baden-Württemberg stehen Kundinnen und Kunden heute (Freitag, 26.04.) vor verschlossenen Türen. Der Grund: Die Gewerkschaft verdi hat die Mitarbeitenden dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Gewerkschaft betrifft das die Beschäftigten in den Regionen Mittelbaden-Nordschwarzwald, Südbaden-Schwarzwald, Heilbronn-Neckar-Franken, Ulm-Oberschwaben, Fils-Neckar-Alb und Stuttgart mit Umgebung.

Streiks im Einzelhandel: Diese Unternehmen sind betroffen

Geschlossen bleiben dort die Unternehmen Ikea, Metro, Kaufland, Lidl, H&M, Primark, Media Markt, Esprit und das dm-Verteilzentrum Waghäusel. Bei Ikea in Sindelfingen werden rund 250 Streikende aus Stuttgart und Umgebung erwartet, die sich zu einer Kundgebung versammeln werden, bei Ikea in Karlsruhe wird mit rund 100 Streikenden aus der Umgebung gerechnet.

Mit den Arbeitsniederlegungen möchten die Beschäftigten Druck auf die seit Frühjahr 2023 andauernden Tarifverhandlungen ausüben. Verdi fordert im Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 15 Prozent und im Einzelhandel um 13 Prozent. Die Arbeitgeberseite bietet zurzeit nur 10 Prozent (in zwei Stufen) beziehungsweise um 8 Prozent (in zwei Stufen). Zudem sollen den Arbeitnehmern Inflationsausgleichsprämien gezahlt werden.