Streik bei Ikea, Metro, Kaufland: Einzelhandel in Baden-Württemberg legt Arbeit nieder

Warnstreik im Einzelhandel: Mitarbeiter des Einzelhandels protestieren bei einer Streikkundgebung der Gewerkschaft Verdi für höhere Gehälter.
Jens Büttner/ZB-REGIO/dpaIn zahlreichen Regionen in Baden-Württemberg stehen Kundinnen und Kunden heute (Freitag, 26.04.) vor verschlossenen Türen. Der Grund: Die Gewerkschaft verdi hat die Mitarbeitenden dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Gewerkschaft betrifft das die Beschäftigten in den Regionen Mittelbaden-Nordschwarzwald, Südbaden-Schwarzwald, Heilbronn-Neckar-Franken, Ulm-Oberschwaben, Fils-Neckar-Alb und Stuttgart mit Umgebung.
Streiks im Einzelhandel: Diese Unternehmen sind betroffen
Geschlossen bleiben dort die Unternehmen Ikea, Metro, Kaufland, Lidl, H&M, Primark, Media Markt, Esprit und das dm-Verteilzentrum Waghäusel. Bei Ikea in Sindelfingen werden rund 250 Streikende aus Stuttgart und Umgebung erwartet, die sich zu einer Kundgebung versammeln werden, bei Ikea in Karlsruhe wird mit rund 100 Streikenden aus der Umgebung gerechnet.
Mit den Arbeitsniederlegungen möchten die Beschäftigten Druck auf die seit Frühjahr 2023 andauernden Tarifverhandlungen ausüben. Verdi fordert im Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 15 Prozent und im Einzelhandel um 13 Prozent. Die Arbeitgeberseite bietet zurzeit nur 10 Prozent (in zwei Stufen) beziehungsweise um 8 Prozent (in zwei Stufen). Zudem sollen den Arbeitnehmern Inflationsausgleichsprämien gezahlt werden.
