Spar-Pläne bei Mercedes
: Prämie wird gekürzt – Wie viel erhalten die Beschäftigten?

Gewinneinbruch, Absatzrückgang, Sparprogramm. Die Stimmung bei Mercedes-Benz war schon mal besser. Auch die Prämie fällt nun niedriger aus. Jetzt hat man sich auf die Maßnahmen geeinigt.
Von
dpa
Stuttgart
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Mercedes-Benz: Bis zu 5.220 Euro Prämie für Beschäftigte. (Archivbild)

Bernd Weißbrod/dpa
  • Mercedes kürzt Prämien wegen Gewinneinbruch; bis zu 5.220 Euro für Beschäftigte.
  • Sparprogramm: Flexibilisierung, Zeitarbeit; keine betriebsbedingten Kündigungen.
  • "Zusi" Beschäftigungssicherung bis 2034 verlängert.
  • Basisvergütung für Führungskräfte 2025 bleibt unverändert.
  • Produktions- und Fixkosten sollen bis 2027 um 10% sinken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Den Gewinneinbruch im vergangenen Jahr bekommen auch die Beschäftigten von Mercedes-Benz zu spüren. Sie erhalten in Deutschland eine geringere Prämie als in den beiden Vorjahren. Sie erhalten voraussichtlich eine Ergebnisbeteiligung in Höhe von bis zu 5.220 Euro, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Auszahlung gehe mit dem April-Entgelt an etwa 91.000 anspruchsberechtigte Mitarbeitende.

„Die Ergebnisbeteiligung ist eine freiwillige Leistung und ein Dank des Unternehmens für die Unterstützung der Mitarbeitenden in dieser überaus herausfordernden Zeit“, teilte die Sprecherin mit. 2023 und 2024 hatte die Prämie noch bei einer Rekordhöhe von bis zu 7.300 Euro gelegen.

Einigung auf Sparprogramm bei Mercedes

Nach eigenen Angaben hat sich Mercedes-Benz mit dem Gesamtbetriebsrat auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket geeinigt. „Die Spar- und Flexibilisierungsmaßnahmen reichen von Einsparungen bei Vergütungsbestandteilen bis hin zu einer Erhöhung der Personalflexibilität mit mehr Zeitarbeit in der Produktion“, teilte eine Sprecherin mit. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

Teil des Maßnahmenpakets sei auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion. Das Programm verlaufe sozialverträglich und fair, hieß es. Es gebe keine betriebsbedingten Kündigungen, es gelte die doppelte Freiwilligkeit.

„Zusi“ wird bis Ende 2034 verlängert

Außerdem hätten sich das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat darauf geeinigt, die laufende Beschäftigungssicherung bis Ende 2034 zu verlängern. Das hatte Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali schon länger gefordert. Die „Zusi“, wie sie intern genannt wird, hatte bislang betriebsbedingte Beendigungskündigungen grundsätzlich bis Ende 2029 ausgeschlossen.

Das Maßnahmenpaket und die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung gelte für rund 91.000 Beschäftigte in Deutschland, hieß es. Unter anderem sollen die Tariferhöhungen des aktuellen Tarifabschlusses der Metall- und Elektroindustrie nur zur Hälfte angerechnet werden, indem Teile von der übertariflichen Zulage abgezogen werden, wie die Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Die Ergebnisbeteiligung für die Beschäftigten solle zudem letztmalig auf Basis der laufenden Gesamtbetriebsvereinbarung für das Geschäftsjahr 2025 im kommenden Jahr ausgezahlt werden. Danach bestehe derzeit keine Vereinbarung für eine Ergebnisbeteiligung.

Bereits Ende des vergangenen Jahres sei beschlossen worden, „dass die Basisvergütung für den Vorstand, für Leitende Führungskräfte und Teamleiterinnen und -leiter, die nicht unter den Tarifvertrag fallen, für das Jahr 2025 nicht erhöht wird“, teilte die Sprecherin mit.

Gewinneinbruch im vergangenen Jahr

Der Autobauer hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch erlitten. Bei der Präsentation seiner Jahreszahlen im Februar skizzierte der Vorstand bereits Eckpunkte des geplanten Sparprogramms, wobei Mercedes von einem Programm zur Leistungssteigerung («Next Level Performance») spricht. Die Stuttgarter wollen ihre Profitabilität verbessern. Bis 2027 sollen demnach etwa die Produktionskosten um zehn Prozent im Vergleich zu heute sinken. Zudem würden die Materialkosten optimiert, und auch die Fixkosten sollen um weitere zehn Prozent bis 2027 sinken.