Insolvenz: Signa Holding von René Benko stellt Insolvenzantrag

Die Signa Holding GmbH des österreichischen Immobilien- und Handelsunternehmers Benko hat ein Insolvenzverfahren angekündigt.
Sven Hoppe/dpaDie kriselnde Signa Holding GmbH des Unternehmers René Benko will noch am Mittwoch Insolvenz anmelden. Wie das Unternehmen in Wien mitteilte, will es einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung stellen. „Trotz erheblicher Bemühungen in den letzten Wochen konnte die erforderliche Liquidität für eine außergerichtliche Restrukturierung nicht in ausreichendem Maße sichergestellt werden“, hieß es zur Begründung.
Signa: Investitionen haben nicht den erwarteten Erfolg gebracht
Die Immobilien- und Handelsgruppe Signa war in Zeiten historisch niedriger Zinsen stark gewachsen. Doch seit Beginn des Krieges in der Ukraine kämpft die Immobilienbranche mit gestiegenen Bau- und Energiekosten sowie höheren Zinsen - auch Signa blieb davon nicht verschont. Neben der Lage auf dem Immobiliensektor wies Signa in ihrer Mitteilung darauf hin, dass der stationäre Einzelhandel in den letzten Jahren in Europa stark unter Druck geraten sei. Investitionen hätten nicht den erwarteten Erfolg gebracht. „Trotz erheblicher Bemühungen in den letzten Wochen konnte die erforderliche Liquidität für eine außergerichtliche Restrukturierung nicht in ausreichendem Maße sichergestellt werden“, hieß es.

Rene Benko, österreichischer Immobilien-Unternehmer. Die Signa Holding GmbH des österreichischen Immobilien- und Handelsunternehmers Rene Benko hat ein Insolvenzverfahren angekündigt.
Marcel Kusch/dpaBenko zieht sich als Vorsitzender des Beirates zurück
In den vergangenen Wochen hatten schon die Sporthandelssparte und die deutsche Immobilienverwaltungs-Einheit von Signa Insolvenzen angemeldet. Benko, dessen Vermögen vom US-Magazin Forbes auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt wird, kündigte Anfang November unter dem Druck seiner Mitgesellschafter an, sich als Vorsitzender des Signa-Beirates zurückzuziehen. Der deutsche Sanierungsexperte Arndt Geiwitz nahm seinen Platz ein und soll als interner Berater weiter an Bord bleiben, hieß es von den Insider-Quellen. Benko schwieg am Mittwoch wie auch in den vergangenen Monaten zur Lage seines wankenden Immobilien- und Handelsimperiums.
(mit Material von dpa und AFP)