Regeln für Netzwerke
: Digitalkommissarin: EU-Regeln für Online-Plattformen werden durchgesetzt

Elon Musk greift die EU wegen ihrer Regulierungen für Online-Dienste an, Mark Zuckerberg wirft ihr „Zensur“ vor. Die Digitalkommissarin Henna Virkkunen hat dennoch eine Durchsetzung der Regeln für Online-Netzwerke angekündigt.
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AFP - Fremdkollektion
Brüssel
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This photo illustration created on January 9, 2025, in Frankfurt am Main, western Germany, shows logo of US online social media and social networking service X - formerly Twitter - displayed on a smartphone in front of the media giant Meta's logo on a laptop screen. Social media giant Meta on January 7, 2025 slashed its content moderation policies, including ending its US fact-checking program on Facebook and Instagram, in a major shift that conforms with the priorities of incoming president Donald Trump. The EU on January 8 rejected Meta chief Mark Zuckerberg's charge that the bloc engaged in "censorship" with its tech regulations. (Photo by Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)

Der Ton auf X und Meta wird rauer.

KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP
  • EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen kündigt Durchsetzung der Regeln für Online-Netzwerke an.
  • Elon Musk und Mark Zuckerberg kritisieren die EU wegen ihrer Regulierungen.
  • Virkkunen betont die Wichtigkeit eines sicheren und fairen digitalen Umfelds in Europa.
  • Meta stellt in den USA das Faktencheck-Programm ein, setzt auf „Community-Notes“.
  • Digital Services Act fordert schnelle Löschung illegaler Inhalte auf großen Plattformen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Angesichts der Angriffe durch die Tech-Milliardäre Mark Zuckerberg und Elon Musk hat EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen eine konsequente Durchsetzung der in der Europäischen Union geltenden Regeln für die Onlinenetzwerke angekündigt. „Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Rechte der europäischen Bürger respektiert werden und unsere Gesetzgebung befolgt wird“, schrieb Virkkunen am Samstag im Onlinedienst X, der Musk gehört.

Der EU gehe es darum, „einheitliche Wettbewerbsbedingungen und ein sicheres Online-Umfeld für alle zu schaffen“, betonte die Finnin. „In Europa wollen wir ein digitales Umfeld schaffen, das sicher und fair ist.“

Meta gibt Faktencheck auf

Virkkunen nannte Zuckerberg und Musk zwar nicht beim Namen, ihre Erklärungen können aber als Replik auf deren Angriffe verstanden werden. Zuckerberg hatte der EU „Zensur“ vorgeworfen. In einem Interview am Freitag mit dem Podcaster Joe Rogan appellierte der Chef des Meta-Konzerns an den künftigen US-Präsidenten Donald Trump, die großen Tech-Unternehmen vor Geldstrafen in der EU zu schützen.

Einige Tage zuvor hatte Zuckerberg in einer Kurswende bekanntgegeben, dass sein Konzern das Faktencheck-Programm auf den Diensten Facebook und Instagram einstellen werde, zunächst aber nur in den USA. Er begründete dies damit, dass „Faktenprüfer einfach politisch zu voreingenommen“ gewesen seien und „besonders in den USA mehr Vertrauen zerstört als geschaffen haben“.

Musk attackiert die EU

Zuckerberg kündigte an, dass bei den Meta-Diensten in den USA stattdessen ein System der „Community-Notes“ eingeführt werden solle, bei dem Nutzer unter einem Beitrag selbst einordnenden Kontext hinzufügen können. Der Meta-Chef schwenkte damit auf die Linie Musks ein, der rechtspopulistische Ansichten vertritt sowie Verschwörungstheorien verbreitet und von Trump zum Regierungsberater ernannt worden ist.

Musk greift die EU wegen ihrer Regulierungen schon seit Längerem heftig an. Die EU-Regeln für Onlinedienste (Digital Services Act, DSA) schreiben den großen Online-Plattformen unter anderem vor, Falschinformationen und „illegale Inhalte“ wie Terror-Verherrlichung oder Darstellungen sexueller Gewalt schneller als früher zu löschen.