Online-Händler
: Amazon erhöht unbemerkt Grenze für Gratisversand

Für kostenlosen Versand müssen nun Produkte für mindestens 49 Euro gekauft werden – statt 39 Euro bisher. Das sind die Gründe.
Von
Thomas Veitinger
Ulm
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Amazon-Logistikhalle: PRODUKTION - 14.09.2025, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Container des Logistikers und Paketunternehmens DHL, das an der Börse Deutsche Post AG heißt, stehen vor dem Logistikzentrum von Amazon. DHL befördert Pakete für den US-Händler. (zu dpa: «Amazon fährt Investitionen in Deutschland hoch») Foto: Wolf von Dewitz/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bereits seit August hatte Amazon eine Anhebung der Mindestbestellmenge für Gratisversand geprüft. Jetzt ist es soweit.

Wolf von Dewitz/dpa
  • Amazon erhöht Mindestbestellwert für Gratisversand von 39 auf 49 Euro.
  • Änderung trat am Wochenende 3./4. März in Kraft – ohne Ankündigung.
  • Testläufe seit August: Anhebungen auf 49 und 59 Euro bei einigen Konten.
  • Vermutung: Mehr Umsatz und mehr Prime-Kundschaft durch höhere Schwelle.
  • Versand unter 49 Euro: ab 2,99 Euro nach Hause, 1,99 Euro an Abholstationen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Heimlich, still und leise hat Amazon den Mindestbestellwert für seine kostenlosen Lieferungen von 39 Euro auf 49 Euro erhöht. Während der US-Versandhändler Werbung für das Ostergeschäft mit „Frühlingsangeboten“ macht, hat er gleichzeitig – ohne Hinweise oder Ankündigungen – den Bestellwert für portofreie Lieferungen um zehn Euro angehoben. Die Änderung trat bereits am Wochenende 3./4. März in Kraft.

Seit August vergangenen Jahres wurde eine Anhebung auf 49 Euro und auf 59 Euro bereits bei einigen Kundenkonten getestet. Amazon überprüfe regelmäßig verschiedene Ansätze, „um letztendlich das gesamte Einkaufserlebnis zu verbessern und einen größeren Mehrwert zu bieten“, hieß es. Was ein höherer Mindestbestellwert mit Mehrwert zu tun hat, schreibt Amazon nicht.

Zahl der Prime-Kunden soll wachsen

Experten spekulieren, dass mit der höheren Schwelle für kostenlosen Transport nicht nur der Umsatz gesteigert werden soll. Auch die Zahl sogenannter Prime-Kunden, die gegen eine monatliche Gebühr Produkte gratis geliefert bekommen, könnte dadurch wachsen. Durch eine engere Bindung an das Unternehmen wird außerdem erfahrungsgemäß mehr bestellt.

Das Porto ohne Mitgliedschaft und bei einem Bestellwert von weniger als 49 Euro liegt bei mindestens 2,99 Euro bei einer Zustellung nach Hause und bei 1,99 Euro für eine Lieferung an Abholstationen und Schließfächer. Bücher werden kostenlos versandt.

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