Onlinehändler vor Sperrung?: Shein nach Verkauf kindlicher Sexpuppen und Waffen im Visier der EU

Der Onlinehändler Shein soll interne Dokumente offenlegen. Das fordert die EU zum Schutz der Verbraucher, nachdem dort kindliche Sexpuppen und illegale Waffen verkauft wurden.
JULIE SEBADELHA/AFP- Shein steht wegen des Verkaufs kinderpornografischer Sexpuppen und Waffen im Visier der EU.
- Die EU-Kommission fordert interne Dokumente von Shein, um Verbraucher besser zu schützen.
- In Frankreich wird über eine mögliche Sperrung Sheins Anfang Dezember entschieden.
- Heftige Proteste gegen Shein auch wegen ökologisch und sozial fragwürdiger Praktiken.
- Das EU-Parlament diskutiert über erleichterte Sperren von Handelsplattformen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es geht darum, die Verbraucher in der Europäischen Union zu schützen und eine mögliche Sperrung von Handelsplattformen zu erleichtern. Im aktuellen Fall geht es um den Verkauf kinderpornographischer Sexpuppen und illegaler Waffen bei Shein. Die EU-Kommission hat diesbezüglich zusätzliche Informationen von dem Onlinehändler angefragt.
Die Kommission habe wegen Hinweisen auf den Verkauf illegaler Produkte eine Anfrage an Shein geschickt, erklärte die Behörde am Mittwoch. Demnach vermutet die Kommission, dass Sheins Geschäftsmodell ein „systemisches Risiko für Verbraucher in der gesamten Europäischen Union“ darstellen könnte.
Wird Shein in Frankreich gesperrt?
Die französische Justiz ermittelt gegen den in China gegründeten Onlinehändler mit Sitz in Singapur wegen der Verbreitung von Darstellungen Minderjähriger mit pornografischem Charakter. Auslöser war das Angebot kinderpornographischer Sexpuppen. Eine gerichtliche Entscheidung über eine mögliche Sperrung Sheins in Frankreich wurde am Mittwoch auf Anfang Dezember verschoben.
Die Kommission erklärte, sie habe bei Shein detaillierte Informationen und interne Dokumente angefragt, wie die Plattform künftig Minderjährige schützen und den Verkauf illegaler Produkte verhindern will. Zudem untersuche die Behörde die Effektivität der von Shein ergriffenen Maßnahmen. Die Anfrage wurde im Rahmen des EU-Gesetzes für digitale Dienste (DSA) gestellt. Eine Informationsanfrage der Kommission kann zu Ermittlungen und sogar Strafzahlungen führen.
Heftige Kritik an Shein nach Sexpuppen-Skandal
Shein hatte Anfang November begleitet von heftigen Protesten einen ersten dauerhaften Laden in einem Pariser Traditionskaufhaus eröffnet. Die Proteste hatten sich an dem Sexpuppen-Skandal entzündet, richteten sich aber auch grundsätzlich gegen das Unternehmen. Kritiker werfen Shein vor, den europäischen Markt mit Billigkleidung zu überschwemmen, die unter ökologisch und sozial fragwürdigen Bedingungen hergestellt und geliefert wird.
Das EU-Parlament wollte am Mittwoch über eine Resolution abstimmen, in der sie die Kommission auffordert, das Sperren von Handelsplattformen zu erleichtern.
Mit Material von AFP.


Gerade an Aktionstagen wie der Black Friday wird massenhaft im Internet bestellt. Das ist gleich mehrfach problematisch.