Netflix: Streaming-Dienst erhöht die Preise: So teuer ist ein Abo jetzt

Netflix erhöht erneut die Preise in Deutschland.
Andrej Sokolow/dpaÜberraschend kommt die Preiserhöhung nicht und dennoch dürfte es Millionen Kunden in Deutschland ärgern: Netflix erhöht die Preise in Deutschland. Das teuerste „Premium“-Abo mit 4K-Bildqualität und 3D-Sound kostet nun 19,99 Euro statt zuvor 17,99 Euro, wie seit Freitag aus Angaben auf der Netflix-Website für Deutschland hervorgeht. Beim „Standard“-Abonnement mit Full-HD-Bild und weniger gleichzeitig nutzbaren Geräten steigt der Preis von 12,99 auf 13,99 Euro.
Basic-Abo kostet weiter 5 Euro
Dagegen kostet das Abo mit Werbung unverändert 4,99 Euro im Monat. Für das „Basic“-Abo, das bereits nur noch für Bestandskunden verfügbar war, aber nicht mehr neu gebucht werden konnte, sind nun 9,99 Euro statt der bisherigen 7,99 Euro zu zahlen. Über die Preiserhöhung berichtete am Freitag zunächst die Website „Moviepilot“.
Zunächst scheinen die Preiserhöhungen nur für Neukunden zu gelten, Für Bestandskunden entspricht laut dem Nachrichtenportal Heise die einsehbare kommende Abrechnung dem bisherigen Monatspreis. Möchten Kunden ihr Abomodell jedoch wechseln, greifen die neuen Preise, heißt es dort. Bei vorangegangenen Preiserhöhungen stellte der Streaming-Dienst Bestandskunden nach einer gewissen Zeit meist vor die Wahl, die Preiserhöhung zu akzeptieren, den Tarif zu wechseln oder das Abo zu kündigen.
Preise wurden in den USA und Frankreich bereits erhöht
In den vergangenen Monaten wurden bereits schrittweise Abonnements in verschiedenen Ländern teurer. Im Heimatmarkt USA kostet das Premium-Abo inzwischen 22,99 Dollar. Netflix verweist unter anderem darauf, dass ein attraktives Programmangebot hohe Investitionen erfordere.Auch in Frankreich wurden die Preise bereits angehoben.
Netflix geht seit vergangenem Jahr gegen das Teilen von Passwörtern über einen Haushalt vor und führte gleichzeitig ein günstigeres Abo mit Werbeanzeigen ein. Die Nutzer blieben dem Dienst dabei treu: Netflix vermeldete nach Beginn des Vorgehens gegen Account-Trittbrettfahrer steigende Kundenzahlen. Das gibt dem Streaming-Marktführer auch das Selbstbewusstsein für Preiserhöhungen.
