Mobilfunkmesse
: Kein früher April-Scherz: Handy ohne Apps

Manchmal ist die Smartphone-Nutzung eine ziemliche Fummelei. Warum eigentlich, fragt die Telekom und schlägt ein „App-freies Erlebnis“ vor.
Von
dpa ,
Thomas Veitinger
Barcelona
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Deutsche Telekom

Stimmt, hier ist schon mal keine App zu sehen: Das KI-Phone der Deutsche Telekom setzt auf einen Sprachassistenten.

Oliver Berg/dpa
  • Deutsche Telekom stellt KI-Phone vor, steuerbar nur per Sprache, ohne Apps.
  • KI-Phone zeigt Restaurant-Tipps, Geschenkvorschläge und Fahrtrouten.
  • Einführung des KI-Phones auf der MWC in Barcelona.
  • Verkaufsstart in der zweiten Jahreshälfte 2023 geplant.
  • Analytiker sehen KI-Assistenten als zukünftigen Trend im Mobilfunk.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein vorgezogener April-Scherz? Eine Fasnet-Narretei? Anscheinend nicht: Die Deutsche Telekom bringt ein Smartphone auf den Markt, das sich nur über Sprache steuern lässt. Auf Apps muss nicht zugegriffen werden. Ermöglichen soll das – na was wohl? – Künstliche Intelligenz (KI). „Es ist ein App-freies Erlebnis“, sagt Telekom-Technikvorständin Claudia Nemat über das „KI-Phone“, das eine Weiterentwicklung des konzerneigenen T-Phones ist und heute auf der Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona vorgestellt werden soll.

Die Idee hatte Nemat bereits vor einem Jahr als „Designkonzept“ präsentiert, nun ist das Gerät weitgehend fertig – nach letzten technischen Arbeiten soll es in der zweiten Jahreshälfte in den Verkauf kommen.

Geschenkvorschläge vom Gerät

Bei dem Smartphone spricht der Nutzer mit dem KI-Assistenten und bekommt auf dem Display Restaurant-Tipps, Geschenkvorschläge oder Fahrtrouten angezeigt. Ganz neu ist das nicht: Auch Google mit Gemini und Apple mit „Apple Intelligence“ setzen darauf, Apps im Hintergrund per KI auszulösen.

Mit dem Vorhaben forciert der Bonner Konzern seine Bemühungen, im Hardware-Markt stärker Fuß zu fassen und dabei mit einem innovativen Image mehr Kunden zu gewinnen. Bislang führt das T-Phone ohne den nun entwickelten KI-Assistenten eher ein Schattendasein. Die Konkurrenten O2 und Vodafone haben keine vergleichbaren Pläne.

Fachleute werten das Smartphone-Vorhaben der Telekom positiv. Analyst Ben Wood vom Beratungsunternehmen CCS Insight sieht KI-Assistenten als einen Trend im Mobilfunk. Damit solle die Smartphone-Nutzung intuitiver werden. „KI ist ein Game-Changer, und sie wird wahrscheinlich die zukünftige Art der Interaktion mit Smartphones tiefgreifend verändern.“