Mercedes Benz: Autobauer will eigene Autohäuser in Deutschland verkaufen

Mercedes Benz will die eigenen Autohäuser verkaufen – obwohl sie nach eigenen Aussagen profitabel sind.
Bernd Weißbrod/dpaDer Autobauer Mercedes-Benz will die unternehmenseigenen Autohäuser in Deutschland veräußern. Jede Niederlassung werde dabei individuell geprüft, teilte der Dax-Konzern aus Stuttgart am Dienstag (12.3.) mit. Die Prüfung habe ergeben, dass ein Verkauf Sinn ergebe. Zuvor hatte „Bild“ darüber berichtet.
Das Unternehmen verwies darauf, dass die konzerneigenen Autohäuser profitabel seien. Mögliche Käufer müssten demnach mehrere Voraussetzungen nachweisen – darunter Handelsexpertise, unternehmerische Kompetenz, wirtschaftliche Stärke, Investitionsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Arbeitnehmervertretungen.
Kein Verkauf an Finanzinvestoren geplant
Die Standorte würden nicht als Ganzes an einen Erwerber übergeben, hieß es. An reine Finanzinvestoren solle nicht verkauft werden, hatte das Unternehmen im Januar mitgeteilt.
Rund 8000 Angestellte von Verkäufen betroffen
Betroffen sind nach früheren Angaben von Mercedes-Benz etwa 8000 Menschen in Deutschland, die in rund 80 Betrieben beschäftigt sind. Es werde keine Kündigungen geben, sondern auf den Erhalt der Stellen in Deutschland abgezielt, hieß es im Januar. Während des Prozesses sei eine enge Abstimmung mit dem Betriebsrat geplant.
Ist das Mercedes-Benz-Autohaus in Neu-Ulm betroffen?
Ebenfalls betroffen sein müsste die Niederlassung in der Neu-Ulmer Von-Liebig-Straße 10. Hier ist laut Angaben der Homepage nur Mercedes Benz der Eigentümer. Was bedeuten die Daimler-Pläne für andere Standorte, wie etwa das Autohaus in Pfullingen?
