Lufthansa
: Bange Blicke in die USA: Unternehmen legt Zahlen vor

Die Lufthansa Gruppe ist mit reichlich Ballast ins laufende Jahr gestartet. Ob das Unternehmen an Höhe gewinnt, liegt auch am US-Präsidenten Donald Trump.
Von
dpa
Frankfurt/Main
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Lufthansa-Maschinen stehen auf dem Vorfeld des Flughafens Rhein-Main. (zu dpa: «Bange Blicke in die USA - Lufthansa berichtet Zahlen»)

Andreas Arnold/dpa
  • Lufthansa startet das Jahr mit einem operativen Verlust von 722 Mio. Euro.
  • Ergebnisse für das zweite Quartal werden am Donnerstag veröffentlicht.
  • 15 Boeing 787-Jets warten in den USA auf Zulassung, Einsatz ab Herbst geplant.
  • Flugzeuge bleiben vom EU-USA-Zollabkommen ausgenommen.
  • Lufthansa erwartet weiterhin ein „signifikant“ höheres operatives Jahresergebnis als 1,65 Mrd. Euro aus 2019.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Starke Töchter und ein stabiles Europageschäft haben die Lufthansa-Gruppe zu Jahresbeginn auf Kurs gehalten. Weil dennoch jahreszeitbedingt ein operativer Verlust (bereinigtes Ebit) von 722 Millionen Euro eingeflogen wurde, richten sich nun die Blicke auf das zweite Quartal, in dem Fluggesellschaften normalerweise mit dem Geldverdienen beginnen. Die Ergebnisse sollen an diesem Donnerstag präsentiert werden.

Warten auf Boeing

Die Aufmerksamkeit von Konzernchef Carsten Spohr dürfte sich gleich mehrfach in Richtung USA richten. Dort stehen immer noch 15 fabrikneue, aber behördlich nicht zugelassene Boeing-Jets von Typ 787, die Lufthansa dringend ab dem Herbst einsetzen will. Weitere Flugzeuge hat das Unternehmen in Seattle bestellt, muss aber nicht mehr vor Trumps Zöllen zittern: Flugzeuge und Teile sind von dem Zoll-Abkommen mit der EU ausdrücklich ausgeschlossen, wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen berichtet hat. 

Größere Fragezeichen gibt es zur Nachfrage im Kerngeschäft der Flüge über den Atlantik. Zumindest aus europäischer Richtung hatte Lufthansa schon vor drei Monaten eine gewisse Buchungszurückhaltung gerade bei den günstigeren Tickets für das dritte Quartal registriert und hier einen Zusammenhang zur konfrontativen Politik Trumps vermutet. Für das Gesamtjahr hält der Konzern bislang an seiner Prognose fest, den operativen Gewinn aus dem Vorjahr von 1,65 Milliarden Euro „signifikant»zu übertreffen.