Diesel weiter auf Höhenflug
: Ölpreis sinkt – fallen jetzt auch die Spritpreise?

Nach elf Anstiegen in Folge wechselt der Preis für E10 die Richtung. Diesel stellt den siebten Rekord in Folge auf, doch es gibt Hoffnung auf eine Wende.
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dpa
München
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Spritpreise: ARCHIV - 18.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Graal-Müritz: An einer Zapfsäule an einer Tankstelle hängen die Tankschläuche der Kraftstoffe Superbenzin (l-r), Super E10 und Diesel. (zu dpa: «Spritpreise auf Rekordjagd: Neue 12 Uhr-Regel verpufft») Foto: Philip Dulian/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

An einer Zapfsäule an einer Tankstelle hängen die Tankschläuche der Kraftstoffe Superbenzin (l-r), Super E10 und Diesel.

Philip Dulian/dpa/Symbolbild
  • Spritpreise steigen weiter, doch bei Super E10 zeigt sich erstmals eine Gegenbewegung.
  • Super E10 fiel am Montag auf 2,188 Euro je Liter, 0,4 Cent weniger als am Vortag.
  • Diesel legte um 0,4 Cent auf 2,447 Euro zu – der siebte Rekordtag in Folge.
  • Sinkende Ölpreise nach Entspannung im Nahen Osten könnten Preise dämpfen, Zeitpunkt unklar.
  • ADAC kritisiert Niveau, fordert Steuersenkung; tägliche Preiserhöhung um 12 Uhr steht in Kritik.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beim Benzinpreis könnte sich eine Trendwende abzeichnen. Am Montag sank der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Super E10 zum ersten Mal nach davor elf Anstiegen in Folge, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Mit 2,188 Euro pro Liter war der Kraftstoff 0,4 Cent günstiger als am Vortag und bleibt damit unter dem Allzeithoch aus dem März 2022, dem er davor bis auf 1,1 Cent nahegekommen war.

Diesel verteuerte sich allerdings weiter. Mit einem Anstieg um 0,4 Cent auf 2,447 Euro ergab sich der siebte Rekordtag in Folge. Da angesichts der Entspannung im Nahen Osten auch die Ölpreise über Nacht stark gesunken sind, könnte der Anstieg allerdings bald zu Ende sein.

Wie lange es dauert, bis die Entspannung am Ölmarkt auch die Zapfsäule erreicht, ist allerdings offen. Das Bundeskartellamt hat dabei in der Vergangenheit den sogenannten Rakete-und-Feder-Effekt beobachtet. Er besagt, dass Kostensteigerungen schnell in die Preise einfließen, sinkende Kosten aber nur langsam.

40 und 70 Cent teurer als vor Kriegsausbruch

Insgesamt sind die Spritpreise seit Ausbruch des Krieges extrem stark gestiegen. Superbenzin der Sorte E10 war am Mittwoch um 41 Cent pro Liter teurer als vor den Angriffen, Diesel um gut 70 Cent. Der ADAC hält den Anstieg der letzten Zeit im Vergleich zur Entwicklung bei den Ölpreisen für überhöht und fordert seit einiger Zeit eine Reduzierung der Steuern auf Treibstoff, um die Verbraucher zu entlasten.

Angesichts der hohen Preise gibt es Versuche, die Situation für die Verbraucher zu entschärfen. Vergangene Woche sind mehrere von der Berliner Koalition im Eilverfahren beschlossenen neuen Vorschriften in Kraft getreten: Seitdem dürfen die Spritpreise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden. Preissenkungen sind jederzeit erlaubt.

Die Regel steht allerdings in der Kritik, da in der ersten Woche ihrer Gültigkeit die Spritpreise deutlich und fast durchgehend gestiegen sind. „Das österreichische Modell mit einer Preiserhöhung pro Tag funktioniert nicht“, sagt beispielsweise der Kraftstoffmarkt-Experte des ADAC, Christian Laberer. Über weitere Maßnahmen ist sich die schwarz-rote Koalition noch uneins.