Kooperation mit Helsing
: Hensoldt liefert Warnsystem für autonomes Kampfflugzeug

Die Hightech-Rüstungsspezialisten Hensoldt und Helsing  arbeiten noch enger zusammen.  Hensoldt hat die CA-1-Kampfdrohne nicht nur mit leistungsfähiger Sensorik  ausgestattet, sondern auch mit dem neuen Flugkörperwarnsystem.
Von
Alexander Bögelein
Oberkochen
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Christina Canitz, Chefin der Optronics-Sparte, Certeidigungsminister Boris Pistorius und Hensoldt-Vorstandschef Oliver Dörre. vor dem unbemannten Kampfflugzeug Cairas.

Christina Canitz, Chefin der Optronics-Sparte, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Hensoldt-Vorstandschef Oliver Dörre vor dem unbemannten Kampfflugzeug Cairas.

Hensoldt
  • Hensoldt liefert für die CA-1 Europa das passive Infrarot-Warnsystem Cairas – Schutz vor Angriffen.
  • Das System erkennt Raketen und Beschuss, ohne selbst zu senden, und erschwert so die Ortung.
  • Mehrere IR-Sensoren und eine Zentraleinheit überwachen rundum und erzeugen ein Echtzeit-Umfeldbild.
  • Daten fließen in Hensoldt-Software ein, die Informationen bündelt und ein Lagebild erstellt.
  • Hensoldt und Helsing vertiefen ihre Partnerschaft; drei Cairas-Exemplare gehen zunächst an die CA-1.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Sensorhersteller Hensoldt  hat einen ersten Auftrag im Rahmen seiner Partnerschaft mit dem Münchner Rüstungsunternehmen Helsing erhalten. Wie das Unternehmen mitteilte, werden zunächst drei Exemplare des Warnsystems Cairas für die CA-1 Europa geliefert, ein autonomes Kampfflugzeug ohne Pilot an Bord.

Das System soll das Flugzeug vor Angriffen schützen. Es erkennt anfliegende Raketen und Beschuss mithilfe von Infrarotsensoren. Der entscheidende Punkt: Cairas arbeitet passiv, sendet also selbst keine Signale aus. Dadurch bleibt das Flugzeug für Gegner schwerer zu orten.

Gerade bei einem unbemannten Flugzeug ist das wichtig. Weil kein Pilot an Bord ist, muss die Technik Gefahren selbstständig erfassen und auswerten. Hensoldt betont, dass das System so ausgelegt ist, Bedrohungen möglichst zuverlässig zu erkennen und Fehlalarme gering zu halten.

Premiere mit passivem Infrarot-Warnsystem

Cairas ist Teil eines größeren Schutzpakets für die CA-1 Europa. Dazu gehören auch ein Radarwarnsystem sowie ein System, das Täuschkörper abfeuern kann, um Raketen abzulenken. Nach Angaben des Unternehmens ist es das erste Mal, dass dieses Schutzsystem in einem unbemannten Fluggerät eingesetzt wird.

Das Warnsystem besteht aus einer Zentraleinheit und mehreren Infrarotsensoren, die das Flugzeug rundum überwachen. So kann es Angriffe aus allen Richtungen erfassen. Zudem sollen die erfassten Bilddaten genutzt werden, um in Echtzeit ein Rundumbild der Umgebung zu erzeugen. Das soll der CA-1 Europa helfen, ihre Umgebung besser einzuschätzen.

Die von den Sensoren gewonnenen Daten können außerdem in eine Software von Hensoldt eingespeist werden, die verschiedene Informationen zusammenführt und daraus ein Lagebild erstellt. Das soll die Überlebensfähigkeit des Flugzeugs in umkämpften Einsätzen erhöhen.

Hensoldt und Helsing hatten ihre strategische Partnerschaft im Februar 2026 bekannt gegeben. Dabei wurde vereinbart, dass Hensoldt für die CA-1 Europa unter anderem Sensorik in den Bereichen Radar, Optronik, Selbstschutz und elektronische Kampfführung liefert.

Hensoldt mit Sitz in Taufkirchen bei München entwickelt Sensoren, Elektronik und Software für militärische und sicherheitsrelevante Anwendungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 9.500 Menschen und erzielte 2025 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2,46 Milliarden Euro. Größter Einzelstandort ist Ulm. In den vergangenen Monaten ist auch der Standort Oberkochen stark gewachsen