Konzern tief in der Krise: VW meldet drastischen Gewinneinbruch – 50.000 Stellen fallen weg

Dunkle Wolken ziehen über das Markenhochhaus von Volkswagen auf dem Gelände vom VW Stammwerk hinweg. Der VW-Konzern ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht.
Julian Stratenschulte/dpa- VW-Gewinn 2025 bricht um 44 % ein: 12,4 auf 6,9 Mrd. Euro.
- Umsatz sinkt um 0,8 % auf knapp 322 Mrd. Euro.
- Q3: mehr als 1 Mrd. Euro Verlust, Schlussquartal besser.
- Gründe: Porsche-Strategiewechsel, Milliardenbelastungen durch US-Zölle.
- Auslieferungen 2025: 8,98 Mio. Fahrzeuge; Europa rauf, China/Nordamerika runter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro.
Das ist das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016. Verantwortlich macht der Autobauer vor allem die US-Zölle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche - und kündigte weitere Stellenstreichungen in Deutschland an.
Drastischer Stellenabbau
VW werde nun „weiter konsequent unsere Kosten senken“, erklärte VW-Finanzvorstand Arno Antlitz. In Deutschland werden deshalb weitere Stellen gestrichen: „Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden“, erklärte Konzernvorstand Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre. Ende 2024 hatte VW mit den Gewerkschaften einen Stellenabbau in Deutschland um 35.000 bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW.
Grund waren vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verlängerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen Milliardenbelastungen aus den US-Zöllen.
Bei den Verkäufen war der Konzern 2025 knapp unter die Marke von neun Millionen gerutscht: Weltweit lieferte der Konzern 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Europa legte der Konzern zwar sogar zu. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen.

