Keinen Investor gefunden
: Hemden- und Blusenhersteller Eterna gibt auf – 400 Mitarbeiter betroffen

Das Traditionsunternehmen aus Passau stellt zum Sommer dieses Jahres seinen Geschäftsbetrieb ein. Erst im Dezember hatte es Insolvenz angemeldet.
Von
Caroline Strang
Passau
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Eterna-Hemd

Eterna mit Sitz in Passau hat 160 Jahre lang Hemden und Blusen herstellt.

Carsten Hoefer/dpa
  • Eterna stellt den Geschäftsbetrieb in Passau zum Sommer dieses Jahres ein.
  • Insolvenz wurde im Dezember in Eigenverwaltung angemeldet.
  • Verkauf des ganzen Unternehmens scheiterte trotz zehn Anfragen.
  • Gläubigerausschuss stimmte einer Schließung bis Sommer 2026 zu.
  • Die Marke Eterna wurde verkauft; Produktion nicht mehr aus Passau.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf der Homepage ist noch nichts davon zu sehen, dass es den Hemden- und Blusenhersteller Eterna Mode GmbH ab Sommer nicht mehr geben wird. Dort gibt es drei Hemden für 99 Euro im Sonderangebot. „Unsere Geschichte umfasst mehr als 160 Jahre“, verkündet der Hersteller dort noch stolz und schreibt von Leidenschaft und klaren Werten.

Nur dass diese Werte anscheinend nicht mehr viel wert sind. Denn in einer aktuellen Pressemitteilung heißt es: „Eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes der Eterna in Passau ist leider ausgeschlossen“. Der mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens angestrengte Verkaufsprozess sei ohne Ergebnis beendet worden.

Kein Angebot für das ganze Unternehmen

„Keiner der Interessenten war bereit, ein Angebot abzugeben, um das Unternehmen als Ganzes zu übernehmen.“ Zwischenzeitlich war von 20 Anfragen und damit einem verhältnismäßig großen Interesse die Rede gewesen. Der Gläubigerausschuss habe bereits der Schließung des Unternehmens, die bis Sommer 2026 projektiert sei, bereits zugestimmt.

Lediglich für die Marke Eterna sei ein Käufer gefunden worden. Es könnte also durchaus weiterhin Hemden und Blusen mit diesem Namen geben. Allerdings kämen die dann nicht mehr aus dem Traditionshaus in Passau.

Die Schwierigkeiten des Herstellers wurde schon Ende vergangenen Jahres deutlich. Im Dezember hatte er Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Damals aber noch mit dem Ziel, den Geschäftsbetrieb weiterzuführen. Laut der „Passauer Neuen Presse“ begründet Eterna das Aus, das nun nur wenige Tage nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens angekündigt wurde mit rückläufigen Umsätzen und hohen Kosten für Gehälter, Energie und andere Posten.

Laut dem Branchenmagazin „Textilwirtschaft“ befand sich Eterna seit Mitte 2023 mehrheitlich im Besitz der Private Equity-Gesellschaft Golden Square Capital, die das Unternehmen unter Finanzierung von Robus Capital übernommen hatte. Die Geschäftsaufgabe betrifft laut Firmen-Homepage aktuell 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.