Internet-Störung
: Warum viele Websites heute Nacht plötzlich offline waren

Viele Websites unter dem Domainnamen „.de“ waren plötzlich nicht mehr erreichbar. Auslöser war eine Störung bei einem Sicherheitszertifikat.
Von
dpa/swp
Frankfurt/Main
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Künstliche Intelligenz

Für viele Nutzer sah es so aus, als gäbe es die Webseiten gar nicht mehr („nicht gefunden“), obwohl sie technisch erreichbar gewesen wären.

Sebastian Gollnow/dpa
  • Viele .de-Websites waren in der Nacht zeitweise nicht erreichbar.
  • Ursache war eine Störung im DNS-Service der Registrierungsstelle Denic.
  • Besonders betroffen waren Seiten mit DNSSEC, da das Echtheitssiegel fehlerhaft war.
  • Server verwarfen Antworten als ungültig – Nutzer sahen „nicht gefunden“ trotz technischer Verfügbarkeit.
  • Denic meldete nach wenigen Stunden die Behebung, die genaue Ursache wird noch analysiert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zahlreiche Websites mit dem Adressende „.de“ sind in der Nacht zeitweise nicht erreichbar gewesen. Die Registrierungsstelle Denic verwies am späten Dienstagabend auf eine Störung in ihrem DNS-Service zur Auflösung von Domainnamen. DNS-Dienste sind so etwas wie ein Adressbuch für das Web und sorgen dafür, dass Seiten im Netz mit der Eingabe von Web-Adressen erreichbar sind.

Denic zufolge gab es vorübergehende Probleme insbesondere beim Aufrufen von Internetseiten, die mit dem Sicherheitsmechanismus DNSSEC geschützt sind. Diese Signatur funktioniert wie ein Echtheitssiegel, das dafür sorgt, dass Internetadressen echt sind und nicht manipuliert werden können.

Fehler behoben

Weil dieses Siegel kaputt war, haben viele Server die Antworten vorsichtshalber als „ungültig“ verworfen – selbst dann, wenn die Website eigentlich existiert. Die Folge: Für viele Nutzer sah es so aus, als gäbe es die Domains gar nicht mehr („nicht gefunden“), obwohl sie technisch erreichbar gewesen wären.

Nach wenigen Stunden teilte Denic in der Nacht mit, dass die Störung behoben worden sei. Die genaue Ursache werde noch analysiert und solle später mitgeteilt werden, hieß es. Ausfälle wegen Problemen bei DNS-Diensten verschiedener Anbieter gab es auch in der Vergangenheit immer wieder.