Handy, Rasierer, E-Zigarette: So lässt sich das Ladekabel-Wirrwarr im Urlaub vermeiden

Urlaub ohne Handy ist für viele undenkbar.
Sebastian Kahnert/dpa- Kabelchaos vermeiden: Ein Mehrfach-USB-Ladegerät ersetzt mehrere Netzteile.
- Beispiele: Anker 736 mit 100 Watt und drei Anschlüssen, UGreen Nexode mit bis zu 300 Watt.
- Weniger USB-C-Kabel reichen oft – EU-Pflicht für einheitliche Ladekabel ist seit „Dezember 2024“ genannt.
- Klettbänder und Kabeltaschen schaffen Ordnung. Adapterwahl: Universalgerät oder Länderkleinteile.
- Vorsicht bei Spannung und Handy: Hohe Leistungsgeräte nicht über Adapter, Roaming und WLAN-Calls prüfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Urlaub ist oft einfaches, entspanntes Leben. Aber das Packen kann anstrengend sein. Immer mehr elektronische Geräte finden sich in den Koffern und Taschen: Smartwatch, Tablet, E-Book-Reader, E-Zigarette, Bluetooth-Kopfhörer, E-Rasierer, Actionkamera, Babyphone, Powerbank... Und über allem: das Handy. Dafür sind Stromkabel nötig, möglicherweise Stromstecker oder induktive Ladegeräte und bei Urlaub im Ausland auch Adapter. Wie lässt sich bei all dem Technikwirrwarr verhindern, dass zu viel des Gepäcks aus schnöder Elektronik besteht?
Eine Möglichkeit: Statt mehrerer Netzteile genügt oft ein Mehrfach-USB-Ladegerät. Damit lassen sich gleichzeitig etwa Smartphone, Smartwatch und Kopfhörer laden. Wer mit zwei USB-C- und einem USB-A-Anschluss gleichzeitig auskommt, kann zu dem Ladegerät Anker 736 greifen, das 100 Watt zur Verfügung stellt und mit 236 Gramm vergleichsweise leicht ist. Es kostet um die 25 Euro. Wer mehr Geräte hat und mehr Watt braucht, sollte über das UGreen Nexode nachdenken, das die Technikexperten der Plattform Heise.de in der 300-Watt-Version empfehlen. Preis für die 200-Watt-Variante mit – allerdings – 500 Gramm: 70 Euro.
Auch die Zahl der USB-C-Kabel kann verkleinert werden. Diese sind zwar im Vergleich zu Netzteilen regelrechte Leichtgewichte, können sich aber verheddern und dann nerven. Gut, dass es seit Dezember 2024 in der EU die Pflicht für einheitliche USB-C-Ladekabel bei Smartphones, Digitalkameras, Kopfhörern, Tablets und weiteren Geräten gibt. Seit Anfang des Jahres gilt dies auch für Laptops, 2028 sollen Ladegeräte folgen. Bei nicht allzu vielen mitreisenden Geräten ist also im Prinzip nur ein einziges Ladekabel nötig. Dann muss die Elektronik allerdings nacheinander geladen werden, was etwas Organisation und Disziplin erfordert.
Mit Textil oder lieber nicht
Geschmackssache ist, ob ein Ladekabel möglichst kurz sein soll, damit es noch weniger Platz im Koffer braucht und sich nicht mit anderen Sachen verknotet. Oder doch länger, so dass es auf dem Nachttisch auch bei einer weiter entfernten Hotelsteckdose seinen Dienst verrichtet. Genauso, ob es textil-ummantelt stabiler ist oder mit einer Plastikhülle biegsamer bleibt. Die Preise liegen in jedem Fall meist unter zehn Euro.
Wenn doch mehrere Kabel zum Einsatz kommen – weil etwa zusätzlich herstellereigene Stecker verwendet werden müssen –, bieten sich Klettbänder an, um einen „Kabelsalat“ zu verhindern. 100 Stück kosten weniger als fünf Euro. In Kabeltaschen lassen sich die Stromstrippen und zusätzlich In-Ear-Kopfhörer, Powerbanks, Stecker, Batterien und anderes transportieren. Die Taschen für mehr Ordnung gibt es im Internet schon für um die zehn Euro.
Bei Stromadaptern ist die Frage, ob ein kompakter, größerer Universal-Reiseadapter zum Einsatz kommt (zum Beispiel Skross, 36 Euro) oder mehrere kleine (Brennstuhl, je 4 Euro) für das jeweilige Reiseland. Letztere sind oft nur ein „Aufsatz“ auf den Stromstecker und haben den Vorteil, weniger Platz zu beanspruchen und leichter zu sein. Nachteil: Wird das Land nur einmal besucht, liegen sie daheim nur noch herum.
Weltweit gibt es laut der International Electronical Organisation 15 unterschiedliche Steckertypen, von Typ A bis Typ O. Wo welche Stecker verbreitet sind, welche Stecker in welche Dosen passen und wie hoch die Netzspannung und Netzfrequenz in jedem Land ist, listet die Organisation auf der Webseite www.iec.ch/world-plugs übersichtlich auf. Dort lässt sich für Informationen auf einer Weltkarte ein einzelnes Land anklicken.
„Bei Geräten, die ohne Netzteil im Ausland betrieben werden sollen, gilt es grundsätzlich erst einmal sicherzustellen, dass diese mit der Netzspannung im Ausland kompatibel sind“, erklärt Hendrik Schäfer vom Elektronik-Verband VDE. So könnten etwa Rasierapparate häufig mittels eines Schalters auf den 110-Volt-Betrieb umgestellt werden.
Bei Haartrocknern sei das häufig nicht möglich – darum könnte der Betrieb unter Umständen das Gerät beschädigen, auch wenn es über den Adapter zunächst verwendbar erscheine. Daher gilt aus Sicht des Fachmanns Vorsicht bei der Verwendung von Reiseadaptern. „Vor allem Geräte mit einem hohen Leistungsbedarf sollte man möglichst nicht über Reiseadapter betreiben.“ Manche Adapter haben auch die maximale Leistungsabnahme aufgedruckt.
Achtung beim Handy
Damit der Urlaub nicht noch teurer wird, ist beim Handy Vorsicht geboten. Bei Zielen außerhalb der EU, in Grenzregionen wie zur Schweiz und Türkei und auf Kreuzfahrten sollten im Zweifel Mailbox, eventuelle Rufumleitungen und das Datenroaming deaktiviert werden. Die Funktion WLAN-Calls sollte selbst in manchen EU-Ländern ausgeschaltet werden. Der sogenannte Kosten-Airbag funktioniert nur, wenn der Datenverbrauch im jeweiligen Land in Echtzeit erfasst wird – es gibt aber eine Warn-SMS.

