Günstige Spritpreise
: Wo deutsche Urlauber beim Tanken sparen können

Die Pfingstferien nutzen viele für einen Urlaub mit dem Auto. Es kann sich lohnen, erst hinter der deutschen Grenze zu tanken - aber nicht in jedem Nachbarland.
Von
Daniel Wydra
Stuttgart/Brüssel
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Tankstellen in Luxemburg

An einer Straße in Luxemburg stehen mehrere Tankstellen nebeneinander.

Harald Tittel/dpa

Die Unterkunft ist bezahlt, Verpflegungskosten sind eingerechnet - es kann losgehen zum Urlaubsziel für die Pfingstferien. Wollen die Urlauber keine böse Überraschung erleben, sollte allerdings nicht bis auf den letzten Euro planen. Die meisten von ihnen müssen während der Reise mehr Geld ausgeben als geplant. Schuld daran können Spritkosten haben. Die Preise für Benzin und Diesel schwanken mitunter erheblich, auch im Ausland. Es lohnt sich also, vor der Reise zu prüfen, wie viel der Sprit in deutschen Nachbarländern kostet. In einigen können Autofahrer viel Geld sparen, in anderen müssen sie deutlich mehr ausgeben.

Wer über die Pfingstferien mit dem Auto ins Ausland fährt, kann je nach Route an der Zapfsäule sparen. Inländisch zu tanken, ist aus baden–württembergischer Perspektive oft preiswerter als in den angrenzenden Ländern, wie die aktuellen Spritpreisdaten der EU–Kommission zeigen. Demnach ist Österreich die günstigste Wahl unter den Nachbarländern: Benzin ist hier rund 22 Cent pro Liter billiger, Diesel knapp 5 Cent.

Diesel an Schweizer Tankstellen viel teurer

Aktuelle Spritpreisdaten der EU-Kommission zeigen, dass in Österreich Benzin rund 22 Cent und Diesel knapp 5 Cent pro Liter billiger sind. Wer in die Schweiz fährt, sollte dagegen lieber noch vor der Grenze tanken: Die EU–Kommission meldet zwar keine Zahlen, Daten des Touring Club Schweiz mit Stand 2. Mai zeigen allerdings, dass Benzin dort etwa 2 bis 3 Cent teurer ist, Diesel rund 31 Cent. Auch in Frankreich müssen Autofahrer tiefer in die Tasche greifen als in Deutschland: Benzin ist den Angaben der EU–Kommission zufolge 5 Cent teurer, Diesel 7 Cent.

Sprit in Slowenien und Tschechien günstiger als in Österreich

Wenn Österreich nur ein Transitland auf der Reise ist, kann es sich auch lohnen, erst im nächsten Land zu tanken. Benzin ist in Slowenien 30 Cent günstiger, in Kroatien 26 Cent pro Liter günstiger als in Deutschland. Auch Diesel mit 11 beziehungsweise 7 Cent Preisvorteil zu Deutschland ist damit noch einmal günstiger. Wer weiter in Richtung Italien fährt, sollte den Tank jedoch noch in Österreich füllen. In Italien ist Benzin 3 Cent teurer als in Deutschland, Diesel sogar rund 11 Cent.

In Tschechien ist der Sprit ebenfalls deutlich günstiger als in Deutschland. Nach Daten der EU-Kommission kostet Super E5 pro Liter 27 Cent weniger und Diesel etwa 13 Cent. Auch wer in Richtung Osten nach Ungarn oder in die Slowakei weiterreist, kann dort sehr viel günstiger tanken. Bei Benzin geht es um 27 beziehungsweise 22 Cent, bei Diesel um 9 und 13 Cent.

Steuern und Abgaben beeinflussen die Spritpreise

Die genannten Preisunterschiede beruhen — mit Ausnahme der Schweiz — auf Daten der EU–Kommission mit Stand 6. Mai. Sie ändern sich in der Regel deutlich langsamer als die Preise selbst, da Einflussfaktoren wie steigende oder sinkende Ölpreise ja in allen Ländern Auswirkungen haben. Wichtigster Grund für die Preisunterschiede sind Steuern und Abgaben. Zudem variieren die Preise teilweise deutlich von Tankstelle zu Tankstelle, je nach Region und Uhrzeit. In manchen Ländern sind zudem die Preise an den Autobahnen deutlich höher als an Landstraßen.

Mit Informationen der dpa.