Großer Rückruf
: Manipulation? Hipp ruft Babynahrung in Österreich zurück

Lebensgefahr durch manipulierte Babynahrung? Hipp ruft in Österreich Gläschen zurück. Was Eltern wissen müssen – und warum die Polizei noch wenig bekannt gibt.
Von
dpa
Wien
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Hipp-Babykostgläschen stehen auf einem Tisch. Hipp hat sein gesamtes Babykostgläschen-Sortiment bei Spar Österreich zurückgerufen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Manipulation in den Artikel "Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel" 190 Gramm ein gefährlicher Stoff eingebracht wurde, hieß es in einer Aussendung des Unternehmens.

Tobias Steinmaurer/APA/dpa
  • Rückruf in Österreich: Hipp nimmt alle Babykostgläschen bei Spar aus dem Verkauf.
  • Anlass ist ein Verdacht auf Manipulation beim Produkt „Karotte mit Kartoffel“ 190 Gramm.
  • Hipp warnt: Der Verzehr eines betroffenen Gläschens kann lebensgefährlich sein.
  • Polizei ermittelt zu möglichem externen kriminellen Eingriff – Details bleiben offen.
  • Eltern sollen ungenutzte Gläschen zurückbringen und Verdächtiges der Polizei melden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Babynahrungshersteller Hipp hat in Österreich sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gläser mit Karotte und Kartoffel manipuliert worden seien, teilte das Unternehmen mit. „Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein“, warnte es. „Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um einen externen kriminellen Eingriff“, sagte ein Sprecher von Hipp der Deutschen Presse-Agentur.

Die Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse des Unternehmens seien nicht berührt. Er könne wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Details nennen, so der Sprecher.

Eltern sollen Babynahrung zurückbringen

Die Supermarktkette habe inzwischen alle Gläschen aus den Regalen genommen, sagte der Polizeisprecher im Burgenland südöstlich von Wien, Helmut Marban. Dabei sei kein verdächtiges Produkt gefunden worden. Möglich sei aber, dass vor der Räumung möglicherweise manipulierte Gläser gekauft worden seien. Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei. Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben. Die Ermittlungen liefen mit Hochdruck, sagte Marban.

Hintergrund unklar 

Weitere Angaben will die Polizei aus taktischen Gründen nicht machen. Es ist deshalb unklar, ob Erpressung im Spiel ist, wie viele Gläschen betroffen sind oder welcher Art die Manipulation ist. Für besorgte Eltern in Österreich stand am Wochenende ein telefonischer Hipp-Beratungsdienst zur Verfügung. 

Die Ursprünge des in Pfaffenhofen an der Ilm in Bayern gegründeten Familienunternehmens gehen mehr als 120 Jahre zurück. Sitz der Hipp Holding AG ist in Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden.