Großer Jobabbau: Lufthansa will wohl Tausende Stellen streichen

Auch bei Lufthansa stehen viele Jobs auf der Kippe.
Andreas Arnold/dpa- Lufthansa plant, 20 % der administrativen Stellen abzubauen – mehrere Tausend Jobs betroffen.
- Ankündigung des Stellenabbaus soll am „Capital Markets Day“ erfolgen.
- Lufthansa Group beschäftigt weltweit rund 103.000 Mitarbeitende.
- Gewinneinbruch 2024: Bereinigtes Betriebsergebnis sank um 39 % auf 1,65 Mrd. Euro.
- Kernmarke Lufthansa Airlines verzeichnete 94 Mio. Euro Verlust – Kostensenkungen geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gerade erst hat Bosch den Abbau von 13.000 Stellen verkündet, nun folgt die nächste Hiobsbotschaft für voraussichtlich Tausende Beschäftigte. Lufthansa, so zitieren Medien einen Bericht der Agentur Reuters, plane den Abbau von 20 Prozent der administrativen Stellen in den kommenden Jahren. Die Informationen kommen laut Reuters von „zwei mit den Überlegungen Vertrauten“.
Die genaue Zahl stehe noch nicht endgültig fest, hieß es. Es dürfte sich jedoch einige Tausend Stellen handeln. Insgesamt zählte die Lufthansa Group weltweit aktuell knapp 103.000 Mitarbeitende. Angekündigt werden soll der Kahlschlag laut der Insider am kommenden Montag, dem „Capital Markets Day“. Der Kapitalmarkt indes reagierte prompt auf den angekündigten Stellenabbau. Die Aktien legten im MDax deutlich zu.
Im März hatte die Fluggesellschaft einen Gewinneinbruch gemeldet. Zwar lag der Umsatz 2024 um sechs Prozent höher als im Vorjahr und erreichte mit 37,6 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch. Streiks, höhere Kosten und günstigere Tickets allerdings wirkten sich auf das bereinigte Betriebsergebnis aus, das um 39 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro sank, wie die Lufthansa im Frühjahr mitteilte. Vor allem die Kernmarke Lufthansa Airlines schwächelte deutlich, ihr Gewinn ging um fast eine Milliarde Euro zurück – auf minus 94 Millionen Euro.
Bereits während der Corona-Pandemie, die den Luftverkehr weltweit schwer getroffen hatte, hatte der Konzern rund 20.000 Stellen abgebaut. Zuletzt zeigte sich die Fluggesellschaft trotz der turbulenten Weltwirtschaft dank einer starken Ticketnachfrage und geringerer Treibstoffkosten jedoch optimistisch für das laufende Jahr.
Der operative Gewinn vor Sonderposten (bereinigtes Ebit) soll den Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro wie geplant deutlich übertreffen. Zudem lief es für die Lufthansa und ihre Töchter in dem Zeitraum von April bis Juni bereits besser als gedacht.

