GoPro befürchtet Pleite
: Angst vor dem Aus – Schuld ist KI

Der Actionkamera-Spezialist sieht sich in seinem Bestand gefährdet. Die hohen Speicherpreise treiben die Kosten in die Höhe. Wie eine Rettung gelingen könnte.
Von
dpa
San Mateo
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GoPro: ARCHIV - 29.08.2012, Baden-Württemberg, Friedrichshafen: Eine Kamera des Herstellers GoPro ist auf der Messe Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee zu sehen.  (zu dpa: «GoPro sieht Fortbestand durch Speicherpreis-Schock gefährdet») Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Kamera des Herstellers GoPro ist auf der Messe Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee zu sehen.GoPro sieht Fortbestand durch Speicherpreis-Schock gefährdet.

Patrick Seeger/dpa
  • GoPro warnt Anleger: Es gibt Zweifel am Fortbestand des Unternehmens.
  • Ursache sind stark gestiegene Speicherchip-Preise durch den KI-Boom.
  • Das Unternehmen prüft zusätzliche Finanzierung, um Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden.
  • Umsatz sank im vergangenen Quartal um gut ein Viertel – Verlust knapp 81 Mio. Dollar.
  • GoPro ist Pionier bei Actionkameras, steht aber unter wachsendem Wettbewerbsdruck.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Actionkamera-Pionier GoPro sieht sich durch die stark gestiegenen Preise für Speicherchips in Existenznöten. Die Firma aus dem US-Bundesstaat Kalifornien warnte Anleger, dass es Zweifel am Fortbestand des Unternehmens gebe. Eine solche vorsorgliche Mitteilung ist eine verpflichtende Warnung an Investoren im Fall finanzieller Schwierigkeiten. GoPro könne zusätzliche Finanzierung oder Vereinbarungen mit Geldgebern anstreben, um eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden, hieß es.

Verlust angesammelt

GoPro hatte bereits nach dem ersten Quartal darauf hingewiesen, dass sich die Speicherpreise für die Firma zum Teil mehr als verdoppelt hätten. Der beschleunigte Aufbau riesiger Rechenzentren für Künstliche Intelligenz treibt gerade die Preise für Halbleiter-Produkte wie Speicherchips drastisch in die Höhe. Das bekommen auch andere Elektronikkonzerne zu spüren. Bei GoPro geht die zusätzliche Belastung aber mit einem schwächelnden Geschäft einher. Im vergangenen Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um gut ein Viertel – und unterm Strich sammelte sich ein Verlust von knapp 81 Millionen Dollar an.

GoPro ist ein Pionier im Geschäft mit Action-Kameras für Sportler und Abenteurer, die oft von Snowboardern, Surfern oder Radfahrern genutzt werden. Die Firma traf in den vergangenen Jahren aber auf zunehmende Konkurrenz am Markt.