Geringere Erlöse mit Erneuerbaren
: Gewinn bei EnBW bricht um mehr als die Hälfte ein

Der Energieversorger muss einen deutlichen Einbruch beim Konzernüberschuss hinnehmen. Die Gründe und wie es im laufenden Jahr weitergehen soll.
Von
dpa ,
Thomas Veitinger
Karlsruhe
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Neubau Walheim KVA

Die EnBW baut an ihrem bestehenden Kraftwerksstandort in Walheim ein Klärschlammheizkraftwerk.

EnBW
  • EnBW meldet starken Gewinnrückgang: Konzernüberschuss sank im Quartal um 56 % auf 335,1 Mio. €.
  • Gründe sind geringere Erlöse mit Erneuerbaren und ein rückläufiges Ergebnis nach Kraftwerksverkauf.
  • Adjusted Ebitda fiel auf 1,2 Mrd. €; Netze und Erneuerbare bleiben laut CFO die stabilen Säulen.
  • Prognose bestätigt – bereinigtes Ebitda für dieses Jahr erwartet bei 4,6 bis 5,1 Mrd. €.
  • EnBW investiert bis 2030 bis zu 50 Mrd. €; Kohleausstieg bis Ende 2028 angestrebt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beim Karlsruher Energieversorger EnBW ist der Gewinn in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich zurückgegangen. Der Konzernüberschuss sank im ersten Quartal um 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 335,1 Millionen Euro, wie aus dem Zwischenbericht des Unternehmens hervorgeht. Als Gründe wurden unter anderem geringere Erlöse mit erneuerbaren Energien genannt sowie ein rückläufiges Ergebnis infolge des Verkaufs eines Braunkohlekraftwerks.

Prognose für Gesamtjahr bekräftigt

Der operative Geschäftsverlauf habe sich als robust erwiesen, hieß es laut Mitteilung. Aber auch das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted Ebitda) ging zurück. Den Angaben zufolge lag es mit 1,2 Milliarden Euro unter dem Vorjahresquartal (1,4 Milliarden Euro).

„Der Großteil unseres Ergebnisses stammt aus den risikoarmen Geschäftsbereichen Netze und Erneuerbare Energien“, sagte Finanzchef Thomas Kusterer laut Mitteilung. „Bei Letzteren, etwa bei unseren Offshore-Windparks, sind die Erlöse größtenteils über langfristige Stromlieferverträge abgesichert.“ Durch den Ausstieg aus der Braunkohle und den Rückgang der Erzeugung aus Steinkohle sank der Umsatzanteil der Kohleverstromung am Gesamtumsatz in den ersten drei Monaten 2026 deutlich auf rund 3 Prozent.

Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr. Es rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem tendenziell leicht rückläufigen bereinigten Ebitda von 4,6 bis 5,1 Milliarden Euro.

Die EnBW versorgt rund 5,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg zuletzt binnen eines Jahres um mehr als 1000 auf etwa 31.500. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin sollen rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen. „Der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen“, teilt der Konzern mit.