Erstmals seit Corona-Krise: Jobverluste jetzt auch bei Dienstleistungen

Der Gesundheitsbereich gehört zu den ganz wenigen Wirtschaftszweigen, in denen noch neue Jobs entstehen. (Symbolbild)
Marijan Murat/dpa- Beschäftigung im Dienstleistungssektor sank im zweiten Quartal erstmals seit der Corona-Krise.
- Minus 0,1 Prozent bzw. 27.000 Erwerbstätige – Handel, Verkehr und Gastgewerbe besonders schwach.
- Öffentlicher Dienst einschließlich Erziehung und Gesundheit wuchs um 1,5 Prozent.
- Industrie setzte den Abwärtstrend fort, auch Bau sowie Land- und Forstwirtschaft mit Rückgang.
- Insgesamt waren rund 45,7 Millionen erwerbstätig, das Arbeitsvolumen fiel auf 14,4 Milliarden Stunden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach der Industrie schwächelt jetzt auch die Beschäftigung in den Dienstleistungsbereichen. Erstmals seit der Corona-Krise ist dort im zweiten Quartal dieses Jahres die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich gesunken, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die Erwerbstätigenzahl im Dienstleistungssektor sank in der Jahresfrist um 0,1 Prozent oder 27.000 Personen.
Einen weiteren Beschäftigungsaufbau von 1,5 Prozent gab es zwar im öffentlichen Dienst einschließlich Erziehung und Gesundheit, doch die meisten übrigen Dienstleistungen schwächelten. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Prozent.
Negativer Trend setzt sich fort
In der Industrie setzte sich der schon länger beobachtete Abwärtstrend fort. Hier wurden 2,0 Prozent weniger Erwerbstätige registriert. Auch am Bau (–0,7 Prozent) sowie in der Land- und Forstwirtschaft (–1,5 Prozent) gab es weniger Jobs.
Insgesamt waren im zweiten Quartal 2026 rund 45,7 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Das waren saisonbereinigt 0,1 Prozent weniger als im ersten Quartal und 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Von ihnen waren 3,6 Millionen Menschen selbstständig – erneut ist dieser Anteil stärker zurückgegangen.
Im Schnitt leisteten die Erwerbstätigen in den drei Monaten unverändert knapp 315 Arbeitsstunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen sank wegen der geringeren Beschäftigtenzahl um 0,5 Prozent auf 14,4 Milliarden Stunden.
