Einkommensrechner: Ab diesem Gehalt gehören Sie zur Oberschicht

Für die meisten Menschen in Deutschland sind Gehalt und Rente die wichtigsten Einkommensarten. Mit dem interaktiven Rechner des Instituts der deutschen Wirtschaft sieht man, wie viel Menschen in Deutschland mehr verdienen als man selbst – und wie viel weniger.
Arno Burgi/dpa- Der Einkommensrechner zeigt, ob man zur Oberschicht gehört.
- Singles ab 1.850 Euro und Familien ab 3.880 Euro gehören zur Mittelschicht.
- Median-Einkommen für Singles liegt bei 2.312 Euro netto.
- Reich ist, wer als Alleinstehender mehr als 5.780 Euro netto verdient.
- Familien gehören zur Oberschicht ab 12.100 Euro netto.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie wohlhabend sind Sie? Gehören Sie der Mittelschicht an? Im Bundestagswahlkampf haben die Parteien um die Gunst der Wählerinnen und Wähler aus der Mittelschicht gebuhlt. Doch welche Kriterien muss man erfüllen, um zur Mittelschicht zu gehören? Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kommt in einer aktuellen Studie zu dem Schluss: Singles sind ab einem Haushaltsnettoeinkommen von 1.850 Euro (bis 3.470 Euro netto) im Monat Teil der Mittelschicht, eine vierköpfige Familie gehört ab 3.880 Euro (bis 7.280 Euro) dazu. Wie das IW schreibt, gehört damit die Hälfte der deutschen Familien zur Mittelschicht.
Nach den Angaben des IW beträgt das monatliche Median-Einkommen eines Singles 2.312 Euro netto. Das ist genau der Wert, bei dem die Hälfte der Bevölkerung mehr verdient und die andere Hälfte weniger. Nach der Definition der Kölner Ökonomen gehört zur Mittelschicht, wer auf mindestens 80 Prozent und bis zu 150 Prozent des Median-Einkommens kommt. Reich ist demnach, wer als Alleinstehender mehr als 5.780 Euro im Monat hat. Familien gehören zur Oberschicht mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 12.100 Euro.
Diese Posten gehören zum Haushaltsnettoeinkommen
Das Haushaltsnettoeinkommen ist der Betrag, den ein Privathaushalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben zur Verfügung hat. Es zeigt, wie viel Geld tatsächlich für Ausgaben wie Miete, Lebensmittel und Freizeit zur Verfügung stehen. Neben Löhnen und Gehältern gehören dazu auch Sozialleistungen wie Kindergeld, Arbeitslosen- und Elterngeld, Unterhaltszahlungen, aber auch Kapitalerträge und Mieten.
In einer umfassenden Untersuchung haben die Expertinnen und Experten des IW die Einkommensverteilung analysiert. Vom Einkommen über Geschlecht, Alter, Bildungsabschluss, Familienstand, Eigentumsverhältnisse bis hin zu den Regionen und sogar bis zur Heizungsart. Zudem arbeiten die IW-Ökonomen in ihrer Untersuchung mit dem sogenannten bedarfsgewichteten Einkommen. Der Begriff stammt aus der Sozialforschung, um das Einkommen eines Haushalts an die Anzahl und den Bedarf der Mitglieder dieses Haushalts anzupassen. Dadurch wird beispielsweise berücksichtigt, dass ein Paar, das zusammenlebt, einen geringeren Bedarf hat als zwei Singles. Auch der Bedarf eines Erwachsenen und eines Kindes wird unterschieden.
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