Autozulieferer in Not
: 560 Jobs betroffen – Bosch schließt Bereich in Waiblingen

Bosch stellt bis 2028 die Produktion im Bereich Verbindungstechnik am Standort ein. Gibt es für die Beschäftigten eine Zukunft?
Von
dpa
Waiblingen
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Bosch Stellenabbau - Protest: ARCHIV - 26.09.2025, Baden-Württemberg, Waiblingen: Die IG Metall und Mitarbeiter protestieren gegen die geplanten Stellenstreichungen beim Zulieferer Bosch. Der Autozulieferer Bosch will etwa 13.000 weitere Stellen abbauen, vor allem an deutschen Standorten der Zuliefersparte Mobility. (zu dpa: «Arbeitsplatzsorgen auf höchstem Stand seit der Finanzkrise») Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die IG Metall und Mitarbeiter protestieren gegen die geplanten Stellenstreichungen beim Zulieferer Bosch in Waiblingen.

Jason Tschepljakow/dpa
  • Bosch schließt Bereich Verbindungstechnik in Waiblingen bis spätestens 2028
  • Rund 560 Jobs betroffen; etwa 220 Angebote an andere Bosch-Standorte
  • Sozialplan und Interessenausgleich zwischen Betriebsrat und Leitung vereinbart
  • Gründe: zu hohe Kosten, Umsatzrückgang in Europa um knapp die Hälfte in acht Jahren
  • IG Metall und Mitarbeiter protestieren; andere Bosch-Tochterfirmen vor Ort nicht betroffen

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bosch stellt die Produktion im Bereich Verbindungstechnik für die Fahrzeugindustrie am Standort Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) mit seinen rund 560 Beschäftigten bis spätestens 2028 ein. Zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung wurde ein Sozialplan und Interessenausgleich vereinbart, wie das Unternehmen mitteilte. Das Aus für den betroffenen Bereich wurde bereits im vergangenen September verkündet.

Etwa 220 Arbeitsplätze sollen den Beschäftigten an anderen Bosch-Standorten angeboten werden. Der Personalabbau soll möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Auch Angebote für Altersteilzeit und Vorruhestand sowie freiwillige Abfindungen gehören zum Maßnahmenpaket.

Der Technologiekonzern hatte im vergangenen Jahr den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen angekündigt. Besonders stark davon betroffen ist die Mobilitätssparte des Stiftungsunternehmens.

Warum das Aus für den Standort bevorsteht

Als Grund für das Ende der Produktion nannte Bosch neben den zu hohen Kosten den Rückgang im Umsatz für Verbindungstechnik-Produkte. Auf dem europäischen Markt sei der in den vergangenen acht Jahren um knapp die Hälfte zurückgegangen.

Weitere Umsatzrückgänge in den kommenden Jahren seien prognostiziert. Am Standort Waiblingen seien das Produktionsvolumen und damit einhergehend das Beschäftigungsniveau seit vielen Jahren rückläufig. „Trotz entsprechender Anstrengungen konnten in dieser Zeit keine beschäftigungsrelevanten Neuprodukte gewonnen werden.“

Nicht betroffen von der Schließung sind laut Bosch andere Tochterfirmen am Standort Waiblingen.