Autobranche
: Viele Käufer für Mercedes-Autohäuser

Die Autohaus-Verkaufspläne des Konzerns sorgten für Unruhe. Jetzt wurde bekannt, wann die ersten Häuser verkauft werden.
Von
Thomas Veitinger
Stuttgart
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Mercedes-Benz hat mittlerweile mit zahlreichen potenziellen Käufern Gespräche geführt.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Mercedes-Benz verkauft Autohäuser in Deutschland, Gespräche mit Käufern laufen.
  • Etwa 8000 Mitarbeiter in 80 Betrieben betroffen.
  • Käufer müssen Handelsexpertise und wirtschaftliche Stärke nachweisen.
  • Gesamtbetriebsrat kritisierte die Pläne, Einigung im Juli erzielt.
  • Erste Verkaufsergebnisse werden nächstes Jahr erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Prozess rund um den Verkauf der konzerneigenen Autohäuser von Mercedes-Benz in Deutschland schreitet voran. Das Unternehmen habe mittlerweile mit zahlreichen potenziellen Käufern für ausgewählte Standorte konstruktive Gespräche geführt, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Mit ersten Ergebnissen werde im Laufe des nächsten Jahres gerechnet.

Details zu möglichen Käufern und konkreten Standorten nannte der Sprecher nicht. Betroffen sind nach früheren Angaben von Mercedes-Benz etwa 8000 Menschen in Deutschland, die in rund 80 Betrieben beschäftigt sind.

Käufer mit Voraussetzungen

Im Januar war bekanntgeworden, dass der Stuttgarter Autobauer den Verkauf seiner Autohäuser erwägt. Eine Prüfung habe ergeben, dass ein Verkauf Sinn mache, teilte Mercedes dann im März mit. Mögliche Käufer müssten demnach mehrere Voraussetzungen nachweisen – darunter Handelsexpertise, unternehmerische Kompetenz, wirtschaftliche Stärke, Investitionsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Arbeitnehmervertretungen. Die Standorte würden nicht als Ganzes an einen Erwerber übergeben, hieß es. An reine Finanzinvestoren solle nicht verkauft werden.

Proteste der Beschäftigten

Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali hatte den Schritt nach Bekanntwerden zunächst mit scharfen Worten kritisiert und Widerstand angekündigt. Die Pläne seien ein „Schlag ins Gesicht“: „Nach Jahren des Verzichts und damit einhergehend zahlreicher Zugeständnisse seitens der Beschäftigten sind die Niederlassungen profitabel und leisten ihren Beitrag zum Konzernergebnis.“ Die Pläne seien weder akzeptabel noch nachvollziehbar. Gerade in Zeiten der Transformation bräuchten die Beschäftigten Rückhalt, Konstanz und Zuversicht.

Nach Protesten der Beschäftigten verkündete Mercedes Ende Juli eine Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge zu potenziellen Erwerbern.