Aumovio streicht Jobs: Autozulieferer baut 275 Stellen in Ulm ab – 4000 weltweit

Der Zulieferer Aumovio will den Aufwand für Forschung und Entwicklung 2027 auf unter zehn Prozent des Umsatzes drücken.
Leonie Asendorpf/dpa- Automobilzulieferer Aumovio streicht weltweit 4000 Stellen, davon 275 in Ulm bis Jahresende.
- Zwei Standorte im Südwesten betroffen: In Ulm 275, in Markdorf 130 Stellen gefährdet.
- Sparmaßnahmen zielen auf Senkung der Forschungsausgaben auf unter 10 % des Umsatzes bis 2027.
- Stellenabbau wird sozialverträglich gestaltet, Freiwilligenprogramm startet im März.
- Krise der Autoindustrie trifft Zulieferer besonders hart, u. a. Bosch, ZF und Mahle betroffen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der angekündigte Jobabbau beim Automobilzulieferer Aumovio betrifft auch zwei Standorte im Südwesten. Insgesamt könnten dort gut 400 Stellen wegfallen, wie aus Zahlen des Unternehmens hervorgeht. Weltweit will Aumovio bis Jahresende 4000 Jobs streichen. Die folgenden Standorte sind betroffen:
- Ulm
- Markdorf (Bodenseekreis)
- Lindau
- Regensburg
- Frankfurt am Main
Ulm in BW am härtesten vom Jobabbau betroffen
In Baden-Württemberg trifft es Ulm am härtesten. Dort sollen bis zu rund 275 Stellen wegfallen, heißt es von einem Sprecher. In Markdorf (Bodenseekreis) sind es demnach bis zu rund 130 Stellen. Weitere betroffene Standorte sind Frankfurt am Main mit bis zu rund 220 Stellen, Lindau mit bis zu rund 180 Stellen und Regensburg bis zu rund 100 Stellen.
Suche nach Alternativen
Das von Continental abgespaltene Unternehmen hatte den Stellenabbau am Dienstag (27.1.26) bekannt gegeben. Für Deutschland wurde aber nur „die Notwendigkeit genannt, Stellen in einem Umfang bis in den hohen dreistelligen Bereich abzubauen“. Weitere Kürzungen sollen vor allem in den folgenden Ländern stattfinden:
- Indien
- Singapur
- Rumänien
- Serbien
- Mexiko
Aumovio sucht den Angaben zufolge mit der Arbeitnehmerseite nach Wegen, um die Effizienz zu steigern und den Abbaubedarf in Deutschland zu verringern. Der Stellenabbau solle möglichst sozialverantwortlich gestaltet werden. So solle bereits Anfang März ein Freiwilligenprogramm starten.
Branche steckt in der Krise
Der Zulieferer will den Aufwand für Forschung und Entwicklung 2027 auf unter zehn Prozent des Umsatzes drücken. Das Management um Vorstandschef Philipp von Hirschheydt will dazu das Technikangebot auf Marktentwicklungen ausrichten und das Geschäft stärker bündeln. „Zusammen mit den bereits laufenden Maßnahmen zur Standardisierung, Automatisierung und verbesserten organisatorischen Aufstellung führt dies zu einem verringerten Stellenbedarf in den Entwicklungsbereichen des Unternehmens“, hieß es.
Die deutsche Autoindustrie steckt derzeit in der Krise, besonders die Zulieferer trifft es hart. Zahlreiche Unternehmen haben bereits im vergangenen Jahr den Abbau Tausender Jobs angekündigt. Im Südwesten trifft das insbesondere die Beschäftigten der Branchen-Größen Bosch und ZF Friedrichshafen. Aber auch kleinere Zulieferer wie Mahle streichen Stellen.

