Audi
: Zeitarbeiter im Werk Neckarsulm müssen gehen

Die Probleme der Branche machen auch vor Audi nicht halt. Kurz vor Weihnachten wurden Zeitarbeiter im Werk Neckarsulm über das Auslaufen ihrer Arbeitsverhältnisse informiert.
Von
Thomas Veitinger
Ulm
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Mehrere hundert Zeitarbeiter werden nach SWR Informationen ihre Jobs im Neckarsulmer Audi-Werk (Kreis Heilbronn) verlieren.

Caroline SeidSeidel-Dißmannel/dpa

Audi trennt sich an seinem Werk in Neckarsulm von Zeitarbeitern. Dies bestätigte eine Sprecherin des Autobauers. Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) verlieren mehrere hundert Menschen ihre Arbeit. Eine genaue Zahl wurde von Audi nicht genannt. Die rund 15 500 Mitarbeiter des Werkes wurden über den Schritt informiert. Für die Stammbelegschaft gibt es eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2029.

Probleme mit Modellanläufen

„Wir befinden uns nach wie vor in herausfordernden Zeiten mit einer volatilen Marktsituation. Hierauf müssen wir weiterhin flexibel reagieren, um eine wirtschaftliche Fahrweise garantieren zu können“, heißt es von Audi. Für den Einsatz von Zeitarbeitnehmern gebe es bei Audi einen geregelten Prozess. „Wir nutzen das Instrument der Zeitarbeit, um Bedarfsspitzen abzudecken.“ Sobald der Bedarf nicht mehr gegeben ist, werde die Zahl der Zeitarbeitnehmer verringert. „Audi ist hierzu in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und den Zeitarbeitsfirmen, um eine Lösung zu finden.“

In der Produktion fehlen Teile für leistungsstarke Motoren, der Nachfolger des A5–Modells soll später als geplant anlaufen, berichtet der SWR.

Audi hatte in der Vergangenheit Probleme mit Modellanläufen, es gab Schwierigkeiten mit Software. Allgemein läuft der Verkauf von Elektroautos in Deutschland schleppend. Audi hat Verkäufe und Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres kräftig gesteigert, damit aber 26 Prozent weniger verdient als im Vorjahreszeitraum.