Apple gegen Hot Tub
: Erste Porno-App auf dem iPhone verfügbar

US-Technologiekonzern gibt EU schuld an der App von Hot Tub und distanziert sich.
Von
afp
San Francisco
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Pornoseite im Internet: ARCHIV - 19.10.2023, Hamburg: ILLUSTRATION - Ein Mann schaut sich auf einem Smartphone eine Porno-Internetseite an (gestellte Szene). (zu dpa: «Wie der Porno nach Deutschland kam») Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Mann schaut sich auf einem Smartphone eine Porno-Internetseite an (gestellte Szene).

Marcus Brandt/dpa
  • Apple macht EU-Regeln für Porno-App "Hot Tub" verantwortlich.
  • Apple besorgt über Sicherheitsrisiken, besonders für Kinder.
  • Die EU zwingt Apple, alternative App-Stores wie Altstore zuzulassen.
  • Apple befürwortet die App nicht und würde sie nicht im eigenen Store anbieten.
  • EU wirft Apple marktbeherrschendes Verhalten vor, lockert Regeln für EU-Nutzer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der US-Technologiekonzern Apple hat die EU und ihre Wettbewerbsregeln dafür verantwortlich gemacht, dass in Europa nun eine Porno-App auf seinen iPhones verfügbar ist. „Wir sind zutiefst besorgt über die Sicherheitsrisiken, die Hardcore-Porno-Apps dieser Art für EU-Nutzer, insbesondere für Kinder, mit sich bringen“, erklärte Apple. Doch die EU-Kommission „zwingt uns, den Vertrieb über App-Stores wie Altstore und Epic zuzulassen, die unsere Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Nutzer vielleicht nicht teilen“.

Die App Hot Tub hatte zuvor erklärt, nun „die erste von Apple zugelassene Porno-App“ zu sein. Apple widersprach: „Wir befürworten diese App ganz sicher nicht und würden sie niemals in unserem App Store anbieten.“ Hot Tub ist allerdings über den alternativen App-Store Altstore PAL für iPhones verfügbar.

Keine anderen Appstores zugelassen

Der Hersteller des Smartphones war lange höchst restriktiv und hatte keine anderen Appstores außer seinem eigenen für seine Geräte zugelassen. Viele Unternehmen, allen voran der Herausgeber des Videospiels Fortnite, Epic Games, werfen Apple deshalb vor, seine Marktstellung auszunutzen und etwa hohe Provisionen zu kassieren.

Die EU ging dagegen kartellrechtlich vor. Sie warf Apple vor, unabhängige App-Entwickler zu benachteiligen und eigene Angebote wie etwa den Bezahldienst Apple Pay zu bevorzugen. Der Konzern lockerte daraufhin die Regeln für Nutzer in der EU.