App für Schulen, Eltern und Schüler
: „Schulmanager“ Opfer eines Hackerangriffs

Am Montagabend ging er los, derzeit dauert die Cyber-Attacke noch an. Ob Daten gefährdet sind und was der Anbieter unternimmt.
Von
Caroline Strang
Berlin
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Mutter und Sohn mit Smartphones

Eltern und Schüler finden auf der Schulmanager-App viele Infos, oft auch zum nächsten Schultag.

Christin Klose/dpa-tmn/dpa
  • DDoS-Angriff legt die Schulmanager-App seit Montagabend lahm – Zugriff teils gesperrt.
  • Am Dienstag ließ die Attacke zeitweise nach, ab 11 Uhr setzten Überlastungen erneut ein.
  • Anbieter betont: Keine Datensicherheit gefährdet, da keine Datenentwendung versucht wird.
  • Gegenmaßnahmen laufen, kurzfristige Umgehungen greifen; Entschuldigung an Nutzerinnen und Nutzer.
  • Schulmanager ist eine webbasierte Plattform mit Modulen wie Krankmeldungen und Klassenbuch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Montagabend (13.7.) war kein Durchkommen mehr: Eltern, die sich über aktuelle Änderungen am Stundenplan des Nachwuchses informieren wollten, stießen in der App Schulmanager auf eine Fehlermeldung. Schüler, die noch kurz nachschauen wollten, ob alle Hausaufgaben erledigt sind, kamen ebenfalls auf eine leere Seite. Der Zugriff auf das Programm „Schulmanager“, das laut eigenen Angaben in Deutschland von 2600 Schulen und mehr als einer 1 Million Nutzerinnen und Nutzern verwendet wird, war gesperrt.

In Elternchats kamen Fragen auf, es herrschte allgemeine Ratlosigkeit. Auch wer sein Kind heute Morgen (14. Juli) über die App krankmelden wollte, bekam Schwierigkeiten.

Nun ist klar: Dahinter steht ein Hackerangriff, wie das Unternehmen bekannt gab. Der wirkt auch am Dienstag noch nach. „Nachdem der DDoS-Angriff am heutigen Dienstag zeitweise nachgelassen hat, hat er gegen 11 Uhr wieder begonnen“, schrieben die Verantwortlichen kurz vor der Mittagszeit in einer Mitteilung. Die Erreichbarkeit sei gerade wieder eingeschränkt, viele Benutzer können den Angaben zufolge allerdings doch wieder zugreifen. „Wir machen Fortschritte sowohl bezüglich langfristiger Gegenmaßnahmen als auch kurzfristiger Problemumgehung“, teilte das Team mit.

Große Zahl gleichzeitiger Anfragen

Bei einem DDoS-Angriff senden sogenannte Botnetze eine sehr hohe Anzahl gleichzeitiger Anfragen an das Netzwerk, um dieses zu überlasten, erklären die Verantwortlichen des Unternehmens in der Mitteilung. Und an die Eltern gewandt: „Die Sicherheit Ihrer Daten ist davon nicht betroffen: Es handelt sich nicht um einen Versuch, Daten zu entwenden, sondern darum, den Zugriff auf den Schulmanager zu erschweren.“

Als Erklärung liefern sie ein Beispiel: Vergleichbar sei dies mit einem Stau auf der Straße, der gerade die Zufahrt zur Schule blockiere. Das bedeute nicht, dass sich eine fremde Person Zugang zum Sekretariat verschaffe. „Bei der Abwehr geht es insbesondere darum, nur gültige Zugriffe auf den ‚Schulmanager‘ zuzulassen und ungültige Zugriffe zu blockieren – also die Stauverursacher aus dem Verkehr zu ziehen und nur den fließenden Autoverkehr durchzulassen.“

Das Unternehmen entschuldigt sich für die aktuellen Probleme. „Unser Anspruch ist, dass der 'Schulmanager' jederzeit zur Verfügung steht. Wir arbeiten seit Sonntagabend mit nur wenigen Stunden Pause durchgehend an der Lösung des Problems.“

„Schulmanager“ ist eine webbasierte, modulare Plattform, die Schulen bei der Organisation und Kommunikation unterstützt. Sie bietet dabei Module wie Elternbriefe, Krankmeldungen, digitale Klassenbücher und mehr. Schulen wählen die Module nach ihren Bedürfnissen aus. Ziel der Plattform ist es laut eigenen Angaben, den Schulalltag effizienter zu gestalten und die Interaktion zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern zu verbessern.

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