Angeklagtem droht längere Haft
: Benko vor Gericht – Verfahren wird teilweise neu aufgerollt

Der Reigen der Prozesse gegen den österreichischen Investor René Benko geht weiter. Nun muss ein Teilaspekt eines Verfahrens verhandelt werden. Damit könnte Benko eine längere Haft drohen.
Von
dpa
Innsbruck
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René Benko steht erneut vor Gericht: Der Angeklagte René Benko sitzt im Landesgericht. (zu dpa: «Benko vor Gericht: Verfahren wird teilweise neu aufgerollt»)

René Benko steht erneut vor Gericht: Der Angeklagte René Benko sitzt im Landesgericht.

Expa/Johann Groder/APA/dpa
  • Prozess gegen Ex-Milliardär René Benko wird in Innsbruck teilweise neu verhandelt.
  • Es geht um 360.000 Euro Mietkostenvorauszahlung und den Verdacht der Gläubigerschädigung.
  • OGH bestätigte einen Teil des Schuldspruchs, ein anderer Aspekt ging zurück ans Landesgericht.
  • Gericht legt die Gesamtstrafe neu fest – ein Urteil am Dienstag gilt als wahrscheinlich.
  • Benko bestreitet alle Vorwürfe und sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Österreich wird am Dienstag (9.00 Uhr) der erste Prozess gegen den Ex-Milliardär René Benko teilweise neu aufgerollt. Der 49 Jahre alte Gründer des Immobilien- und Handelsimperiums Signa steht wegen des Verdachts der Schädigung seiner Gläubiger vor dem Landesgericht Innsbruck. In einem ersten Prozess in dieser Frage war Benko 2025 zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) bestätigte den damaligen Schuldspruch in einem Teilaspekt der Anklage. Ein anderer Aspekt, für den der Investor freigesprochen worden war, wurde aber an das Landesgericht zurückverwiesen. Damit muss das Gericht nun auch die Höhe einer Gesamtstrafe neu festlegen.

Fall dreht sich um 360.000 Euro Mietkostenvorauszahlung

Konkret geht es am Dienstag um den Verdacht, dass Benko eine Mietkostenvorauszahlung für seinen Wohnsitz in Höhe von 360.000 Euro geleistet hat. Laut Anklage hat er diesen Schritt angesichts seines absehbaren Konkurses als Einzelunternehmer unternommen - und somit seine Gläubiger geschädigt. Für das Delikt drohen ein bis zehn Jahre Haft. Ein Urteil bereits am Dienstag gilt als wahrscheinlich.

Benko, der alle Vorwürfe bestreitet, sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz. Gegen ihn und andere Signa-Manager wird in mehreren weiteren Strängen ermittelt.