Alter Skandal, neues Urteil
: Meta soll Milliarden wegen Cambridge Analytica zahlen

Meta muss wegen des Cambridge-Analytica-Datenschutzskandals 25 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Ein US-Richter begründete das Urteil mit dem Ausmaß der Rechtsverletzungen.
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red/dpa/afp
Santa Fe
(FILES) Mark Zuckerberg, CEO of Meta, looks on during the US Senate Judiciary Committee hearing "Big Tech and the Online Child Sexual Exploitation Crisis" in Washington, DC, on January 31, 2024. Meta chief Mark Zuckerberg and other company board members have settled a shareholder lawsuit over decisions made in the wake of the Cambridge Analytica privacy scandal, sources familiar with the matter told AFP on on July 17, 2025. The long-running lawsuit, whose trial began on July 16, 2025, alleged that defendants overpaid the US government in 2019 when they engineered a $5 billion settlement for alleged privacy violations in the scandal. (Photo by Brendan SMIALOWSKI / AFP)

Meta-Chef Mark Zuckerberg. Sein Unternehmen muss wegen des Cambridge-Analytica-Datenschutzskandals eine Strafe von 25 Milliarden Dollar zahlen (Archivfoto).

BRENDAN SMIALOWSKI/AFP
  • Meta soll wegen des Cambridge-Analytica-Skandals 25 Milliarden Dollar Strafe zahlen.
  • Geschworene in New Mexico sahen Millionen Verstöße gegen Datenschutz und Redefreiheit.
  • Ein Richter berechnete zunächst rund 219,5 Milliarden Dollar – reduzierte dann auf 25 Milliarden.
  • Meta widersprach dem Urteil der Geschworenen bereits und kündigte weitere Verteidigung an.
  • Der Skandal von 2018 betraf rund 87 Millionen Accounts und führte zu Zahlungen an die US-Regierung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Facebook-Konzern Meta soll wegen des Jahre zurückliegenden Datenschutz-Skandals um Cambridge Analytica eine Strafe von 25 Milliarden Dollar zahlen. Zuvor hatten Geschworene im US-Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Nutzer mit Blick auf Datenschutz und Redefreiheit von Facebook in die Irre geführt wurden. Der Richter berechnete in seiner Entscheidung einen Strafbetrag von knapp 219,5 Milliarden Dollar – reduzierte ihn dann aber im selben Satz auf 25 Milliarden (22,25 Mrd. Euro).

Von Meta gab es zunächst keine Reaktion auf die Entscheidung. Nach dem Urteil der Geschworenen vor einigen Wochen hatte der Konzern bereits betont, dass man mit deren Entscheidung nicht einverstanden sei und sich weiter gegen die Vorwürfe verteidigen werde.

Pro Verstoß war eine Strafe von bis zu 5.000 Dollar veranschlagt worden – und die Geschworenen fanden Millionen Verstöße, die sich nach Rechnung des Richters auf die Milliardenbeträge addierten.

Ein Skandal mit Folgen

Der Skandal um Cambridge Analytica hatte 2018 das Vertrauen der Öffentlichkeit zum Facebook-Konzern nachhaltig beschädigt. Dabei ging es darum, dass Informationen aus einer harmlos erscheinenden Umfrage eines Datenforschers zur Erstellung von Nutzerprofilen genutzt und mit der Analysefirma Cambridge Analytica geteilt wurden. Auch das Team des damaligen Kandidaten Donald Trump griff darauf vor der US-Präsidentenwahl 2016 zurück. Insgesamt waren rund 87 Millionen Nutzer-Accounts betroffen. Der Konzern zahlte unter anderem rund sechs Milliarden Dollar an die US-Regierung, um Ermittlungen dazu beizulegen.

Im Nachgang des Skandals zog New Mexico dann 2021 vor Gericht mit Vorwürfen, bei denen es zusätzlich um die Meinungsfreiheit auf der Plattform ging. Auslöser waren Enthüllungen im Zuge der Aufarbeitung des Falls. Unter anderem hieß es dabei in einem Whistleblower-Bericht, dass einige prominente Accounts von Regeln zu auf der Plattform erlaubten Inhalten heimlich ausgenommen worden seien.