Aldi, Norma, Edeka
: Kaffee zum Knallerpreis bei mehreren Supermarkt-Ketten

Nun ist eines der beliebtesten Getränke hierzulande dran: Kaffee. Mehrere Discounter und Supermärkte senken die Preise für Tabs, Bohnen und Pulver. Wo es besonders günstig wird.
Von
Caroline Strang
Ulm
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Ganze geröstete Kaffeebohnen liegen im Trend – das erkennt auch der Handel. Einige Discounter und Supermärkte senken die Preise für verschiede Kaffeeprodukte.

Fabian Sommer/dpa

Für ein bisschen mehr Koffein im Stress so kurz vor Weihnachten: Mehrere Discounter und Supermärkte haben aktuell angekündigt, die Preise für Kaffee zu senken. Nachdem in den vergangenen Wochen schon Preise für beispielsweise Tomatenprodukte, Fleisch und Käse gesenkt worden waren, ist nun Kaffee dran. Aldi ist wie häufig Vorreiter, andere Handelsketten ziehen nach.

Von 18. Dezember an wird, so die Ankündigung von Aldi Süd und Aldi Nord, der in vielen Bereichen als Preisführer gilt, der Preis für ganze Bohnen, Pads und gemahlenen Kaffee der Eigenmarke „Barissimo“ dauerhaft um bis zu 19 Prozent günstiger angeboten. Das kündigt der Discounter auch sehr selbstbewusst an: „Aldi legt in Sachen Preisführerschaft nach. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Produkte des täglichen Bedarfs reduziert wurden, folgt nun des Deutschen liebstes Getränk: Kaffee“, heißt es in einer Mitteilung.

Kaffee aktuell bis zu 19 Prozent günstiger

Die Preissenkungen fallen dabei unterschiedlich aus. Den größten Rabatt gibt es unter anderem bei Barissimo-Mahlkaffee Fair Trade Bio im 2x 250-Gramm-Pack, der sich von bisher 6,49 Euro auf 5,25 Euro verbilligt, wie das Branchenmagazin „Lebensmittelzeitung“ berichtet. Löslicher Kaffee, der noch unter der Altmarke Moreno angeboten wird, wird dagegen nur um 2 Prozent günstiger. Die 500-Gramm-Packung Mahlkaffee wird 50 Cent günstiger, das 1-Kilo-Paket Bohnen kostet künftig 70 Cent weniger. Probierpackungen werden bei Aldi Süd befristet nur für die Hälfte des Normalpreises angeboten.

Dem Beispiel folgt auch der Discounter Norma laut aktueller Mitteilung. „Ab sofort gibt es zahlreiche Kaffeeprodukte deutlich reduziert im Angebot des Discounters“, schreiben die Verantwortlichen. „So sparen die Norma-Kundinnen und Kunden schon bei der ersten Tasse am Morgen richtig Geld“, heißt es. 50 Cent und damit mehr als zehn Prozent gehe der Preis bei verschiedenen Kaffeesorten der Eigenmarke Rösta nach unten. Beispiele sind der Fair Trade Caffé Crema/Espresso Bio Sonne, von dem der Kilopack nun 10,95 statt 11,99 Euro kostet. Rösta Kaffeepads Classic, gibt es bislang für 4,39 Euro, ab jetzt für 3,99 Euro.

Auch Rewe, Penny und Netto ziehen nach

Auch die Handelsketten Edeka, Rewe, Penny und Netto kündigten an, die Preise der Eigenmarken in einem ähnlichen Umfang zu senken. Dies solle „zeitnah“ geschehen, erklärte ein Rewe-Sprecher. Lidl und Kaufland wollten sich zu geplanten Preisreduzierungen nicht äußern.

Fast 170 Liter Kaffee trinken deutsche Verbraucher pro Kopf und Jahr. Damit ist Kaffee eines der beliebtesten Getränke in Deutschland. Dabei kann sich neben Kapselmaschinen und Kaffeepads weiterhin vor allem der klassische vorgemahlene Filterkaffee behaupten und gilt als einer der Umsatzgaranten im deutschen Lebensmittelhandel. Der Großteil der Verbraucher in Deutschland kaufte im Jahr 2022 seinen Kaffee dabei nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands im Discounter ein. Vor allem purer löslicher Kaffee wurde mit 53 Prozent dort eingekauft, 22 Prozent davon im Markendiscounter. In Supermärkten wurde am meisten klassischer gemahlener Röstkaffee gekauft.

Mehr Röstkaffee gekauft trotz Inflation

Im April hatte der Deutsche Kaffeeverband in seiner Jahresbilanz verkündet, dass die Deutschen mit 479 700 Tonnen im vergangenen Jahr mehr Röstkaffee gekauft haben als je zuvor. Beim Kaffeekonsum zu Hause liege das Segment „ganze Bohne“ im Trend: Dessen Marktanteil stieg 2022 um rund acht Prozent und liegt inzwischen bei etwa 44 Prozent – und damit nahezu gleichauf mit gemahlenem Röstkaffee.

„Kaffee ist krisenfest – das haben die Pandemie-Jahre klar gezeigt“, erklärte Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes, zu diesem Anlass. Und: „Auch das Jahr 2022 war ein starkes Kaffeejahr. Trotz Inflation und preissensiblem Konsumverhalten haben die Bundesbürger mehr Röstkaffee gekauft und getrunken als je zuvor.“ (mit dpa)