Akkusauger und Akkusaugwischer
: Geräte im Test – auch das teuerste schafft nicht alles

Endlich darf der Schrubber im Schrank bleiben: Die Akkusaugwischer kommen. Wie sie bei Stiftung Warentest abschneiden und worauf beim Kauf geachtet werden muss.
Von
Thomas Veitinger
Ulm
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Privatkunden dürfen sich 2025 auf spannende Neuheiten freuen: die sogenannten Saugwischer.

Saugen und Wischen in einem Gerät von Kärcher.

Kärcher
  • Stiftung Warentest testet Akku-Saugwischer; Ergebnisse zeigen Stärken und Schwächen.
  • Vorwerks Kobold VK7 (1450 €) reinigt gut, schwächelt aber bei feuchtem Schmutz und Akku-Laufzeit.
  • Dyson und Dreame entfernt Feuchtschmutz nur „befriedigend“; Tineco Floor One S5 Extreme reinigt solide.
  • Roboter mit Greifarmen (z.B. Roborock Saros Z70) können kleine Gegenstände wegräumen.
  • HEPA-Filter und hohe Saugkraft ideal für Allergiker; Akkulaufzeit und Bodenart beachten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Heute schon gemoppt? Das kann ganz schön anstrengend sein. Wer heruntergefallenes Müsli, hartnäckige Senf-Flecken oder Wasserschlieren auf dem Boden per Hand oder mit einem Putz-Mopp entfernen will, muss manchmal richtig schrubben. Wie gut, dass es dafür Haushaltsgeräte gibt, die einen Arbeit abnehmen: Wisch-Geräte oder Wisch-Roboter können die Arbeit übernehmen. Die Stiftung Warentest hat sich der Geräte angenommen und Licht und Schatten festgestellt.

In der aktuellen Ausgabe (7/2025) stehen Akkuwischer und Akkusaugwischer im Mittelpunkt. Diese rücken den Flecken mit einer Mischung aus Feuchtigkeit, Bewegung, Reinigungsmittel und Druck zu Leibe. Allerdings unterschiedlich gut, wie die Tester feststellen mussten. Das beste Gerät ist dabei auch das teuerste: Der Kobold VK7 von Vorwerk mit Saugwischeraufsatz SP7 kostet 1450 Euro. Er erzielt zwar sowohl in der Grundreinigung als auch in der Fleckentfernung sehr gute Noten. Der Kobild hinterließ aber Schlieren und konnte keinen feuchten Schmutz wie Joghurt aufnehmen.

Nicht auf jedem Untergrund

Anders machen es seine Kollegen, die reinen Akkuwischer Dreame H14 Pro und Dyson washG1, die auch mit Feuchtschmutz fertig werden, ihn dafür aber nur „befriedigend“ entfernen. Gut ist dabei nur der Akkuwischer Floor One S5 Extreme von Tineco – der aber wiederum sonst laut Tester nur mittelmäßig sauber macht. Weiterer Nachteil: Die Wischgeräte bearbeiten nicht jeden Untergrund. Unbehandelte und unversiegelte Böden sind manchmal ausgeschlossen, ein Gerät verlangt nach wasserfestem Fußboden.

Der Schmutz wird dabei unterschiedlich aufgenommen. Es gibt Wischtücher und Pads, die ausgewaschen werden müssen. Andere Geräte streifen Schmutz und Wischwasser mechanisch in einen Behälter ab, trennen das Grobgut ab oder befördern es in einen Schmutzwassertank. Gut säubern lassen sich die Geräte trotz Selbstreinigung nicht.

Und dann gibt es noch Geräte, die zusätzlich saugen. Auch beim Saugen liegt Vorwerks Kobold VK7 vorn. Für ihn sind Ritzen, Ecken und Kanten kein Problem. Er säubert Hartböden und Teppiche – schwächelt aber bei Tierhaaren im Teppich. „Und der Akku ist schwach: Auf Harboden hält er gerade einmal elf Minuten durch“, schreibt die Stiftung Warentest. Der Bosch Unlimited 7 Pro Hygienic Aqua kommt ebenfalls mit Tierhaaren nicht gut zurecht, meistert Polster, ist aber auf Teppichen nur mäßig. Zum Wischen muss bei dem Vorwerk- und Bosch-Modell ein Saugwischeraufsatz angebracht werden.

Kärcher ohne Wasserfilm

Bei einem Test vor drei Jahren bescheinigten die Tester den Akku-Saugwischern Kärcher FC 7 Cordless Premium, Vorwerk Kobold VB100 mit Wischaufsatz SPB100 und dem Bissell Crosswave Cordless 2582N einwandfreie Reinigungsfähigkeiten. Gesamtsieger wurde das Kärcher-Modell, das außerdem keinen Wasserfilm auf dem Boden hinterließ, der unbehandeltes Holz aufquellen lassen kann.

Bei Saugrobotern, die sich alleine auf dem Weg machen, fiel das Ergebnis ähnlich gemischt aus. Im vergangenen Jahr berichtete die Stiftung Warentest von den guten Ergebnissen vieler Roboter auf Hartboden. Damit kein Teppich feucht wird, können dem Roboter per App Zonen zugewiesen werden, die er nicht wischen soll. Auf Teppich und als Wischmopp überzeugte aber kaum einer. „Generell gilt: Handgeführte Akku- oder Bodensauger saugen vor allem Teppiche deutlich besser als selbstfahrende Roboter“, stellte Reiner Metzger von der Verbraucherorganisation fest.

Für Hartböden können sich solche Kombigeräte lohnen, sagt Markus Nohe vom Tüv Süd. Ihre Servicestation nimmt jedoch meist mehr Platz ein, da sie oft einen Staub- und Wasserbehälter hat. Wer einen Saugroboter nutzen wolle, solle sich vor dem Kauf unter anderem über den Einsatzort und die Anforderungen Gedanken machen. Für große Flächen ist ein großer Staubbehälter empfehlenswert – mit mindestens 500 Milliliter, rät der Tüv Süd. Außerdem sollte man auf die Akkulaufzeit achten. Modelle mit einer Laufzeit von 90 bis 120 Minuten reinigen demnach durchschnittliche Wohnungen problemlos.

Die Saugkraft geben Hersteller unter anderem in Pascal (Pa) an. Die meisten Geräte haben eine Saugleistung von 2500 bis 6000 Pa. Für Teppichböden ist eine hohe Saugkraft vorteilhaft. Für Allergiker sind Geräte mit HEPA-Filter ideal, sie können feine Staubpartikel sowie Allergene zuverlässig aufnehmen.

Vorteilhaft ist es auch, wenn der Hersteller zudem einen Reparaturservice sowie Ersatz-Bürsten, Filter und Wischtücher anbietet. Außerdem kann man über zusätzliche Funktionen nachdenken, etwa Zeitsteuerung, App-Bedienung oder Steuerung per Sprache über Smart-Home-Systeme. Weitere Qualitätsmerkmale hochwertiger Modelle: stabile Bürsten, langlebiger Akku und ein robustes Gehäuse.

Roborocks räumt Socken weg

Bei Roboter-Staubsaugern gibt es einen neuen Trend: Greifarme. Hersteller Roborock und Dreame haben Geräte entwickelt, die herumliegende Gegenstände aus dem Weg räumen können, statt sie nur zu umfahren. Roborocks Modell Saros Z70 kann mit einem schmalen Roboter-Arm mit Greifer an der Spitze Objekte mit einem Gewicht von bis zu 300 Gramm aufsammeln und aus dem Weg befördern.

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