Achtung, Fake-Shops
: Betrüger locken mit Billig-Öl

Kriminelle nutzen die Angst vor steigenden Energiekosten: Sie ködern Verbraucher im Internet mit günstigem Heizöl. Wer hier nicht aufpasst, kann viel Geld verlieren.
Von
Thomas Veitinger,
dpa
Ulm
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Heizöllieferung für ein Einfamilienhaus: ARCHIV - Wer jetzt unbedingt Heizöl benötigt, sollte nur so viel kaufen, wie unbedingt benötigt wird und die weitere Entwicklung der Preise im Blick behalten. (zu dpa: «Heizöl zum Festpreis: Darf der Händler jetzt stornieren?») Foto: Christian Charisius/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Heizöllieferung für ein Einfamilienhaus: Wer jetzt unbedingt Heizöl benötigt, sollte bei Angeboten im Internet vorsichtig sein – es gibt viele Fake-Shops.

Christian Charisius/dpa-tmn/dpa
  • Fake-Shops bieten günstiges Heizöl an und nutzen Angst vor Energiepreisen.
  • Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt: Professionelle Websites können gefälscht sein.
  • Betrüger reaktivieren alte Vereins-, Apotheken- oder Kanzlei-Seiten als Shops.
  • Fakeshops locken mit etwas günstigeren Preisen, verlangen meist Vorkasse.
  • Tipp: Anbieter mit Fakeshop-Finder prüfen, Beweise sichern und Anzeige erstatten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sorgen Sie sich auch wegen der Öl- und Gaspreise, die infolge des Iran-Kriegs gerade steigen? Betrüger sind auf die Sorgen der Bevölkerung schon eingestellt und wollen Beute machen, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Derzeit nehme die Zahl an Fake-Shops zu, die günstige Brennstoffe anbieten. Die Verbraucherschützer raten: „Seien Sie bei unbekannten Anbietern vorsichtig und prüfen Sie die Angebote genau! Und lassen Sie sich von professionell gestalteten Websites nicht blenden – ‚Trusted Shops Siegel‘ und Angaben im Impressum können gefälscht sein.“ Schlimmstenfalls bleibt der Tank trotz Zahlung leer. Teilweise reaktivieren Betrüger stillgelegte Websites von Vereinen, Apotheken, Online-Geschäften, Ferienwohnungsvermietern oder Kanzleien und wandeln diese in betrügerische Shops um.

Die Verbraucherschützer haben einen Service eingerichtet, mit dem man Anbieter überprüfen kann. Der Fakeshop-Finder erlaubt die Eingabe des Anbieternamens und spuckt daraufhin Angaben zur Seriosität aus. Außerdem gibt es Anleitungen zum Erkennen und Melden von falschen Angeboten im Netz.

Zahlen oft nur per Vorkasse

„Viele Fakeshops werben mit Preisen, die günstiger sind als üblich. Sie sind nicht extrem niedrig, aber attraktiv genug, um glaubwürdig und verlockend zu wirken“, wissen die Verbraucherschützer. Zahlen lässt sich fast immer ausschließlich im Voraus – meist per Überweisung oder Kreditkarte. Manchmal bieten Fakeshops zunächst mehrere Zahlarten an. Aus angeblich technischen Gründen bleiben Kundinnen und Kunden Zahlungsdienste oder der Kauf auf Rechnung beziehungsweise per Lastschrift während der Bestellung aber plötzlich verwehrt.

Sofort die eigene Bank informieren

Wer auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte den Zahlungsdienstleister, die eigene Bank, den Kreditkartenanbieter oder den genutzten Zahlungsdienst informieren. In manchen Fällen besteht Käuferschutz. „Wenden Sie sich umgehend an die Polizei und erstatten Sie Strafanzeige“, bittet die Verbraucherzentrale. „Sichern Sie Beweise. Speichern Sie dazu Angebotsseite (Screenshot), Bestellbestätigung, E-Mails und Zahlungsnachweise. Je mehr Informationen vorliegen, desto besser können Ermittlungsbehörden arbeiten.“