Abbaupläne bei VW
: VW-Chef fordert „intelligentere Lösungen“ als Werksschließungen

VW plant einen Großumbau. Mehr als 100.000 Stellen könnten wegfallen, Standorte sind in Gefahr. Nun meldet sich Konzernchef Blume zu Wort – und sieht „intelligentere Lösungen“ als Werksschließungen.
Von
dpa
Berlin
Auto Branchenveranstaltung Motor Presse Stuttgart: ARCHIV - 10.06.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, aufgenommen bei einer Branchenveranstaltung der "Motor Presse Stuttgart" im Neuen Schloss. (zu dpa: «VW-Chef: «Intelligentere Lösungen» als Werksschließungen») Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

Bernd Weißbrod/dpa
  • VW prüft Sparmaßnahmen, doch Blume sieht „intelligentere Lösungen“ als Werksschließungen.
  • Der Chef betont Erfolge: Fabrikkosten in Deutschland sanken im vergangenen Jahr um 20 Prozent.
  • Medien berichten über ein gescheitertes Sparpaket im Aufsichtsrat am Donnerstag.
  • Laut Berichten könnten bis zu 100.000, teils 120.000 Stellen weltweit wegfallen.
  • Vier deutsche Werke gelten als gefährdet – Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Ringen um die Zukunft von Volkswagen sieht Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Alternativen zu Fabrikschließungen. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume der „Bild am Sonntag“.

Ein Sparprogramm an den deutschen Produktionsstandorten zeige bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt“, sagte er.

Bis zu 100.000 Stellen weltweit könnten wegfallen

Die Äußerungen kommen wenige Tage nach der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag, bei der Blume einem Medienbericht zufolge mit einem weitergehenden Sparpaket gescheitert sein soll. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die sich auf Konzernkreise beruft, stimmten die Vertreter der Arbeitnehmer und des Landes Niedersachsen gegen das Paket.

Was konkret im abgelehnten Sparpaket steht, ist bisher nur aus Medienberichten bekannt. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut „Bild“ könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werke des VW-Konzerns in Deutschland sind zudem von Schließung bedroht: Hannover, Emden, Zwickau und das Audi-Werk in Neckarsulm.