Frühlings-Explosion: Was ein rasanter Temperaturanstieg mit unserem Körper macht

Sonnenbrillen raus und Füße an die frische Luft halten! Der Frühling lässt sich wieder blicken. (Symbolfoto)
dpa- Temperaturen steigen bis zu 15 Grad, nach frostigen Nächten.
- Wetterwechsel beeinflusst Wohlbefinden, besonders wetterfühlige Menschen.
- Prof. Martin Scherer: Wetter kann Kreislaufprobleme verursachen.
- Deutscher Wetterdienst gibt Warnungen zu Wetterfühligkeit heraus.
- Tipp: Tägliche Spaziergänge helfen, sich besser anzupassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vielerorts gibt es momentan nur ein Gesprächsthema: das Wetter. Abseits vom üblichen Smalltalk bietet es ja gerade besonders viel Gesprächsstoff: Man kann das kalte Grau der letzten Wochen nicht mehr ertragen, viel zu selten gibt es Tage mit schönem Sonnenschein – wo bleibt der Frühling?
Aus Sicht der Meteorologen beginnt der Frühling am 1. März, aus Sicht der Astronomen dieses Jahr am 20. März. Das heißt: Seit vergangenem Donnerstag sollte der Winter eigentlich passé sein. Umso passender, dass sich die Sonne nach einem kurzen Intermezzo Ende Februar und Anfang März laut Wetterdienst nun endlich wieder zurückmelden soll. Für Freitag, den 21.03.2025, werden in Baden-Württemberg nach einem kalten Morgen Temperaturen von bis zu 24 Grad erwartet. Zwar bricht die Sonne nicht überall derart durch und am Wochenende bringen Wolken vielerorts schon wieder etwas Ernüchterung – doch macht sich der Frühling hier dennoch zunehmend breit.
Besseres Wetter heißt nicht immer bessere Laune
Während sich viele freuen, wieder Sonne und damit Vitamin D tanken zu können, haben andere Menschen gemischte Gefühle. Denn bei wetterfühligen Menschen heißt besseres Wetter nicht gleich bessere Laune.
Rasch steigende oder fallende Temperaturen können den Körper überfordern. Denn dieser versucht, die Körpertemperatur konstant auf etwa 37 Grad zu halten. Ist es zu kalt, müssen wir uns aufheizen, ist es zu warm, müssen wir uns abkühlen. Dazu sind jedoch ganz unterschiedliche Prozesse innerhalb des Körpers nötig: Eine erhöhte Schweißproduktion etwa, ein höherer oder niedrigerer Blutdruck, und eine Aktivierung von Muskeln. Dabei ist übrigens nicht nur die Temperatur entscheidend: Auch Luftdruck oder Luftfeuchtigkeit erkennt unser Körper und reagiert darauf.
Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit wirken auf uns
„All das hat Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, unsere Stimmung und unsere Leistungsfähigkeit“, erklärt Prof. Martin Scherer, Direktor des Instituts und Poliklinik für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). So kann das Wetter für Kreislaufprobleme, Schwindelgefühle oder ein generelles Unwohlsein verantwortlich sein. Wer über einen längeren Zeitraum Probleme hat, sollte sich unbedingt an seinen Hausarzt oder seine Ärztin wenden.
Einfacher Tipp: Spazierengehen
Einige Menschen stecken den Jahreszeitenwechsel gut weg, andere brauchen etwas länger, um sich darauf einzustellen. Dabei können auch persönliche Faktoren eine Rolle spielen, etwa Stress oder andere gesundheitliche Faktoren. Scherer hat aber einen einfachen Tipp, wie die meisten Menschen besser mit den Temperaturschwankungen umgehen können: Spazierengehen! Tägliche Spaziergänge, und zwar egal bei welchem Wetter könnten helfen, dass der Körper sich besser an Temperaturwechsel gewöhnt. Gerade wer einen Bürojob hat und viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringt, dem tun Bewegung und frische Luft gut.
Die Karte für Wetterfühlige
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Website Gefahrenindizes für Wetterfühligkeit. Auf einer Deutschlandkarte sind hier, nach Regionen unterteilt, aktuelle Warnungen sichtbar. Die Karte bietet Informationen über mögliche Auswirkungen auf das allgemeine Befinden, asthmatische Krankheiten, sowie rheumatische und Herz-Kreislauf-Beschwerden.
Mit Material von dpa.
