1LIVE-Jobstudie
: Jeder Dritte geht regelmäßig mit Bauchschmerzen zur Arbeit

1LIVE-Studie aus Köln: Junge Beschäftigte setzen auf faire Bezahlung, gutes Klima und Sicherheit im Job. Dennoch geht fast jede dritte Person mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Ergebnisse, Branchen und Trends.
Von
dpa
Köln
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Studie zeigt, was jungen Menschen wichtig ist.

WDR Westdeutscher Rundfunk/WDR Westdeutscher Rundfunk/obs
  • Neue 1LIVE-Studie zeigt: fairer Lohn, Kultur und Sicherheit sind jungen Menschen zentral.
  • 30 Prozent der 14- bis 34-Jährigen gehen mindestens monatlich mit Bauchschmerzen zur Arbeit.
  • Vergütung und Benefits sowie gutes Betriebsklima sind für je 48 Prozent entscheidend.
  • Arbeitsplatzsicherheit ist für 44 Prozent wichtig, Work-Life-Balance für 38 Prozent.
  • 1LIVE sendet am 18. August einen Thementag, Details stehen auf WDR.de und in der WDR App.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die neue 1LIVE-Studie „Arbeitgeber der Zukunft 2026/27“, durchgeführt vom IFAK Institut, zeigt, was jungen Menschen im Job wichtig ist. 1LIVE sendet zu den Ergebnissen der Studie am 18. August einen Thementag.

Neben fairer Bezahlung und einem sicheren Arbeitsplatz stehen ein gutes Betriebsklima und eine positive Unternehmenskultur im Fokus. Ein pauschal unterstellter reiner Fokus der jungen Generation auf „Lifestyle-Teilzeit“ lässt sich empirisch nicht bestätigen. Gleichzeitig offenbaren die Zahlen eine alarmierende Kehrseite: So berichten 30 Prozent der befragten jungen Erwerbstätigen und Auszubildenden zwischen 14 und 34 Jahren in Deutschland, dass sie mindestens einmal im Monat mit Bauchschmerzen, also einem unguten Gefühl, zur Arbeit gehen.

Angemessene Vergütung, Betriebsklima und Arbeitsplatzsicherheit wichtiger als „Lifestyle-Teilzeit“

Bei den Kriterien für die Wahl des idealen Arbeitgebers zeigt die Erhebung ein vielschichtiges Bild. Für die Befragten setzt sich ein attraktiver Arbeitsplatz aus verschiedenen Bausteinen zusammen: Im Schnitt sind für 48 Prozent der Befragten eine angemessene Vergütung und attraktive Benefits entscheidend - exakt genauso viele, wenn es um eine positive Unternehmenskultur und das Betriebsklima geht. Auch das Thema Arbeitsplatzsicherheit ist mit 44 Prozent ein wesentlicher Faktor bei der beruflichen Orientierung.

Andere, oft der jungen Generation zugeschriebene Aspekte fließen ebenfalls in die Bewertung ein, ordnen sich jedoch dahinter ein: Der Work-Life-Balance ordnen im Schnitt 38 Prozent voll und ganz eine entscheidende Rolle zu, dem Image eines Unternehmens 27 Prozent. Der Stand der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz (22 Prozent) sowie die gesellschaftliche Sinnstiftung (21 Prozent) erhalten seltener diese uneingeschränkte Zustimmung.

Über Geld spricht man nicht? Doch!

Die Studie zeigt auch einen transparenten Umgang mit dem Thema Geld: 74 Prozent der Erwerbstätigen oder in einer Ausbildung befindlichen jungen Menschen sprechen mit Freundinnen und Freunden offen über ihr Gehalt. Von den nicht Erwerbstätigen (z.B. Schüler:innen, Student:innen oder Personen in einem FSJ) geben 61 Prozent an, sich im Bekanntenkreis über die finanzielle Situation im Elternhaus auszutauschen. Das Thema Gehalt scheint für die jüngere Generation also kein Tabu mehr zu sein.

Krisenfeste und soziale Berufe sind gefragt

Betrachtet man die begehrtesten Branchen der jungen Generation (erfasst sowohl bei Erwerbstätigen als auch bei Personen vor dem Berufseinstieg), stehen verlässliche und zukunftssichere Berufsfelder hoch im Kurs. Da den Befragten hierbei eine Mehrfachauswahl möglich war, spiegeln die Ergebnisse ein breites Spektrum wider: Bundesweit sind dies insbesondere die Bereiche „Gesundheit, Soziales & Pflege“ (25 Prozent), „Öffentlicher Dienst & Verwaltung“ (24 Prozent) sowie der Sektor „Wirtschaft, Finanzen & Management“ (20 Prozent). Das könnte auf eine gezielte Suche nach Tätigkeiten hindeuten, in denen der Mensch eine unverzichtbare Rolle spielt und die als weniger anfällig für eine Verdrängung durch künstliche Intelligenz gelten.

1LIVE-Thementag am 18. August

Wie junge Menschen die Arbeitswelt prägen, was ihnen bei ihrem Arbeitgeber wichtig ist und welche persönlichen Geschichten hinter den Studienergebnissen stecken - das beleuchtet 1LIVE am Dienstag, den 18. August, den ganzen Tag im Radio und online. Ausführliche Informationen gibt es auch auf WDR.de und in der WDR App.

Hintergrund zur Studie

Die Online-Erhebung „Arbeitgeber der Zukunft 2026/27“ wurde im Auftrag von 1LIVE und der WDR-Verwaltungsdirektion vom IFAK Institut durchgeführt. Im Befragungszeitraum vom 05. Mai bis 29. Juni 2026 wurden deutschlandweit insgesamt 2.086 deutschsprachige Personen im Alter von 14 bis 34 Jahren befragt, davon 461 Personen aus Nordrhein-Westfalen. Die Gesamtergebnisse wurden repräsentativ gewichtet.