Wer wird Millionär?: Sechsjähriger verwechselt Günther Jauch mit seinem Opa

Im Studio wird ein Bild von Melanie Offermanns Vater eingeblendet.
RTL / Stefan GregorowiusEs sind oft nicht die Quizfragen, die bei „Wer wird Millionär?“ in Erinnerung bleiben, sondern die Geschichten, die plötzlich im Studio landen. So auch bei Kandidatin Melanie Offermann, die nach der beantworteten 4000-Euro-Frage in der Sendung vom 23. Februar eine Familienanekdote auspackte, die selbst Günther Jauch kurz sprachlos machte.
Alles begann mit einem harmlosen Fernsehabend. Ihr Sohn, damals etwa sechs Jahre alt, war eigentlich schon im Bett, stand jedoch noch einmal auf, um nachzusehen, was die Eltern im Wohnzimmer schauten. Im Fernsehen lief – wie so oft – „Wer wird Millionär?“. Der Junge betrachtete den Moderator aufmerksam und fragte schließlich irritiert: „Warum guckt ihr Opa?“
In diesem Moment dämmerte es auch Melanie Offermann: Ihr Vater, also der echte Opa, hat offenbar Ähnlichkeit mit Günther Jauch. Statt die Sache aufzuklären, ließ sie ihren Sohn jedoch in dem Glauben, sein Großvater moderiere nebenbei eine große Quizshow im Fernsehen.
Die Wahrheit holte den Jungen allerdings an Weihnachten ein. Beim Fest saß der echte Opa mit am Tisch – während im Fernsehen ein Feiertagsspecial von „Wer wird Millionär?“ lief. Plötzlich gab es also zwei Opas: einen im Wohnzimmer und einen im TV-Studio. Spätestens da wurde klar, dass hier etwas nicht stimmen konnte und der Sohn realisierte, dass sein Opa doch nicht der Quiz-Moderator ist.
Günther Jauch kommentierte die Szene trocken: „Das ist ja schlimmer, als wenn jemand merkt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.“
Ganz traute er der Sache allerdings nicht. Er habe schon häufig gehört, erzählte Jauch, dass er angeblich aussehe wie der Onkel, Schwiegersohn oder ein entfernter Bekannter von irgendwem – meist könne er diese Ähnlichkeit allerdings nicht nachvollziehen. Deshalb verlangte er kurzerhand einen Bildbeweis.
Und tatsächlich: Im Studio wurde ein Foto von Melanie Offermanns Vater eingeblendet. Das Publikum konnte sich selbst überzeugen – eine gewisse Ähnlichkeit war nicht von der Hand zu weisen.
Jauch nahm das Bild mit Humor: „Richten Sie ihm bitte aus, sein Haupthaar ist weniger schütter als bei mir, aber so komische Pullover habe ich auch reihenweise zu Hause.“
Zum Abschluss schickte er augenzwinkernd Grüße an den Opa und kündigte an, ihn als Double in seine Kartei aufzunehmen.
