Wer wird Millionär?
: Absurder Feuerwehr-Einsatz verblüfft Günther Jauch

Als Feuerwehrmann erlebt Can Calik viel, doch welche Geschichte er bei „Wer wird Millionär?“ erzählt, bringt selbst Günther Jauch aus dem Konzept.
Von
Katrin Jokic
Köln
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Anhand seines Eherings möchte Günther Jauch (r.) den skurrilen Einsatz von Kandidat Can Calik (l.) erklärt bekommen.

Anhand seines Eherings möchte Günther Jauch (r.) den skurrilen Einsatz von Kandidat Can Calik (l.) erklärt bekommen.

RTL / Stefan Gregorowius

Wenn Günther Jauch bei „Wer wird Millionär?“ nach dem „abwechslungsreichen Beruf“ fragt, ahnt man meist schon: Jetzt wird es interessant. In der Sendung vom 23. Februar 2026 sitzt mit Can Calik ein Feuerwehrmann auf dem Kandidatenstuhl. Er liefert eine Geschichte, die das Studio zwischen Fassungslosigkeit und Gelächter pendeln lässt.

„Das Schönste ist eigentlich, wenn wir ein Feuer haben“, sagt Calik zunächst ganz sachlich. Dann könne man anwenden, was man gelernt habe. Für die Betroffenen sei das natürlich immer schlimm, schiebt er hinterher.

Doch Jauch wäre nicht Jauch, würde er nicht nachhaken. Ob es auch skurrile oder besonders abenteuerliche Einsätze gegeben habe? Calik muss nicht lange überlegen.

Ein Einsatz führte ihn und seine Kollegen in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Der Auftrag: das Entfernen eines Penisrings – genauer gesagt: das Aufflexen eines besonders massiven Exemplars. Ein „älterer Herr“ habe Hilfe benötigt, berichtet der Feuerwehrmann.

Jauch wirkt irritiert. Ob das Krankenhaus keine Zange habe? „Das war ein 8-Millimeter-Stahlring“, erklärt Calik. „Da bringt keine Zange mehr was.“
„Acht Millimeter im Durchmesser?“, fragt Jauch vorsichtig nach.
„Nein, von der Stärke.“

Spätestens da bricht im Publikum das Lachen aus.

Von der Regie bekommt Jauch eine zusätzliche Frage auf den Monitor gespielt: „Was ist ein Penisring?“ Der Kandidat gibt zu verstehen, dass er sofort wusste, womit er es zu tun hatte. Jauch entscheidet großzügig, dass der Rest der Welt vermutlich ebenfalls ausreichend informiert sei und verzichtet auf eine vertiefende Grundlagenkunde.

Stattdessen will er Details zur „Befreiungsaktion“ wissen. Calik schildert nüchtern das Vorgehen: Die betroffene Stelle sei mit einem Holzspatel geschützt und gekühlt worden, um die Haut nicht zu verletzen. Jauch ringt um Verständnis: „Da kommt Holz drunter? Aber es war doch eh schon eng.“ Doch es habe funktioniert und sei notwendig gewesen.

Anhand von Jauchs Ehering demonstrieren Moderator und Kandidat schließlich das Prinzip: Der Stahlring musste von oben und unten aufgeflext werden. Ein einzelner Schnitt habe nicht gereicht, weil sich das Material nicht aufbiegen ließ – die Schwellung war zu stark.

Jauch merkt an, dass bereits einige Urologinnen und Urologen in der Sendung gesessen hätten, die ebenfalls von abenteuerlichen Fällen berichtet hätten. In diesem Fall, so berichtet der Kandidat, seien sogar sämtliche Urologen des Krankenhauses erschienen, um sich die außergewöhnliche Rettungsaktion anzusehen.

Nach fünf bis zehn Minuten war der Patient befreit. Ob Folgeschäden geblieben sind, kann Calik nicht sagen.

Was bleibt, ist die Erkenntnis: Der Feuerwehrberuf ist tatsächlich abwechslungsreich. Und manchmal bedeutet „technische Hilfeleistung“ eben sehr viel mehr, als man sich im ersten Moment vorstellt.