„Engel in der Hölle“. So titelt die „New York Times“ die schockierende Story über Missbrauch und Mobbing bei „Victoria’s Secret“. Wie die US-Zeitung berichtet, erheben 30 Angestellte und Models schwere Vorwürfe gegen die Spitze des berühmten Dessous-Labels. Die Rede ist von einer „Kultur von Frauenfeindlichkeit, Mobbing und Belästigung“. Dem Bericht zufolge soll Leslie Wexner (82), der Besitzer des Unternehmens, jahrelang sexuellen Missbrauch gegen die Models ignoriert haben.

Bella Hadid und Andi Muise offenbar von Ed Razek belästigt

Ebenso wird der Casting-Chef, Ed Razek, genannt. Der 71-Jährige soll etwa 2018 während einer Modenschau zu Topmodel Bella Hadid gesagt haben: „Lass das Höschen weg“ und später einem anderen Model in den Schritt gefasst haben. Die Liste der Vorwürfe ist lang.

Ein weiteres Model, Andi Muise, berichtet laut „New York Times“ etwa davon, dass Razek sie vor einem gemeinsamen Essen versuchte zu küssen, sie später monatelang mit intimen E-Mails bombardierte. Als sie ein weiteres Treffen absagte, bedeutete das ihr Karriere-Aus: Sie wurde nicht mehr von „Victoria’s Secret“ gebucht.

„Victoria’s Secret“-Chef Wexner und Jeffrey Eppstein

Chef Wexner hat laut Angestellten und Models nie auf diesbezügliche Beschwerden reagiert. Er soll außerdem tatenlos dabei zugesehen haben, wie sein langjähriger Freund, der verurteilte Jeffrey Eppstein, versuchte, „Victoria’s Secret“-Models als Sex-Sklavinnen zu rekrutieren.

Razek, der im Sommer 2019 in den Ruhestand ging, weist jede Schuld von sich. „Die Anschuldigungen sind falsch oder aus dem Zusammenhang gerissen“, erklärt er auf Anfrage.